Ayurveda
Hinterlasse einen Kommentar

Ayurveda Grundlagen: Tipps aus dem Ayurveda

Ayurveda Grundlagen

Hier einige nützliche Tipps aus dem Ayurveda für ein gutes, langes Leben:

  • Unterdrücke keine Körperfunktionen. Sie sind wichtige Funktionen des Körpers um sich aller Giftstoffe zu entledigen, die sich ansammeln können. Also geh aufs Klo, wenn du musst. Vor allem Morgens. In der Nacht, währen der Pitta Zeit von 22 Uhr – 2 Uhr läuft dein Stoffwechsel auf Hochtouren, dein Gewebe und deine Zellen erneuern sich. Alle Giftstoffe und Schlacken werden entfernt und im Darm und der Blase gesammelt. Wenn du also morgens aufs Klo musst, geh. Musst du pupsen, pupse. Musst du niesen, niese – bitte verhalte dir niemals das niesen. Durch den hohen Druck, der dabei entsteht, wird der ganze Dreck nur in die Nebenhölen gepresst.
  • Bist du hungrig? Hast du Durst? Erfülle diese Bedürfnisse, wenn sie da sind. Dein Körper braucht etwas und hat sich gemeldet. Entziehe ihm nicht die nötigen Vitalstoffe, die er für seine internen Vorgänge benötigt.
  • Schlafe wenn du müde bist. Dein Körper braucht Ruhe. Wenn du dein Schlafbedürfnis am Abend unterdrückst, rutschst du nur in die Pittazeit (ab 22 Uhr), in der sich deine Energie wieder erhöht. Somit fällt es dir schwerer einzuschlafen und du bist viel zu lange wach, was wiederum deinen Rhythmus stört.
  • Achte auf einen ausgeglichenen, gleichmäßigen und regelmäßigen Tagesablauf. Versuche gewisse Zeiten einzuhalten. Schlafe zur gleichen Zeit, stehe zur gleichen Zeit auf. Nimm deine Mahlzeiten zur gleichen Zeit ein. Usw.
  • Halte deine Doshas im Gleichgewicht. Kleinere Ausrutscher sind kein Problem. Aber der Großteil deiner Ernährung (ca. 80%) sollte passen, um für gute Gesundheit zu sorgen.
  • Verspürst du zu viel Energie, bewege dich.
  • Trinke morgens ein Glas heißes Wasser. Kaltes Wasser bereitet der Verdauung gleich nach dem aufstehen Arbeit, weil der Magen es auf Körpertemperatur erhitzen muss. Heißes Wasser „rinnt durch“, spült den Körper und fördert die Verdauung.
  • Gehe täglich raus in die Natur.
  • Verzichte auf Zwischenmahlzeiten. Ist dein Agni gerade damit beschäftigt, die letzte Mahlzeit zu verdauen und du gönnst dir einen Snack, wird der gesamte Prozess unterbrochen. Es kommt unverdaute zu teilweise verdauter Nahrung und dein Agni arbeitet nicht mehr richtig. Es sammelt sich Ama an. Dies kann zu Allergien und Hauterkrankungen führen.
  • Versuche ein weises, mitfühlendes Leben zu führen, in der Familie sowie in der Gemeinschaft. Eigenschaften wie Zorn, Habgier, Neid, Gram, Lügen, Angst, verursachen Ama im Körper, welches wiederum zu körperlichen Beschwerden führen kann. Trachte danach, dein Inneres mit Sattva (Reinheit) zu füllen.
  • Bemühe dich um einen reinen Geist. Dazu nutzen kannst du Meditation, Japa, Gebete, Pilgerreise, usw.
  • Ayurveda ist das „Wissen über das lange Leben“. Dazu zählen nicht nur die Lehre der Doshas oder die Ernährung sondern auch unzählige – langerpropte –  Hausmittel, Anwendungen und Kuren. Nichts spricht dagegen, europäische Hausmittel anzuwenden. Auch sie sind Ayurveda.
  • Ayurveda ist nicht indisch, sondern Ayurveda kann man überall, auf der ganzen Welt, anwenden. Das alte Hausrezept gegen Husten deiner Oma mit den einheimischen Kräutern aus dem eigenen Garten ist genauso Ayurveda, wie das Geheimrezept gegen Erkältungen der weisen Frau aus Brasilien. Die Hauptsache ist: saisonal, regional, naturbelassen und  aus biologischem, fairen Anbau.

PSAUV Übung bei Stress:

folgende Übung hat Dr. Vinod Verma erfunden und sie ist nachzulesen im Buch: „Das Ayurveda Programm für jeden Tag„. Ich habe dieses Buch schon vor längerer Zeit gekauft und mache diese Übung sehr gerne, wie beschrieben, vor Arbeitsbeginn und nach getaner Arbeit.

Sie ist auch sehr hilfreich für zwischendurch, wenn der Kopf müde wird und es Zeit ist für eine Pause. Sie dauert nur 5 Atemzüge lang.

  1. Erster Atemzug/Prana: konzentriere dich auf dein Herz und schicke den ersten Atemzug dorthin. Kurz die Luft anhalten, langsam ausatmen und wieder ca. 2 Sekunden die Luft anhalten.
  2. Zweiter Atemzug/Samana: konzentriere dich auf deinen Nabel und atme dorthin: einatmen, Luft anhalten, ausatmen, Luft anhalten.
  3. Dritter Atemzug/Apana: konzentriere dich auf den Bereich zwischen Nabel und Füßen und atmen dorthinein. einatmen, Luft anhalten, ausatmen, Luft anhalten.
  4. Vierter Atemzug/Udana: Sende den Atem zum Kopfbereich und lasse ihn langsam im Kopf kreisen, bevor du wieder gleichmäßig ausatmest.
  5. Fünfter Atemzug/Vyana: Stelle dir jetzt deinen gesamten Körper vor und lasse die Luft darin zirkulieren. Atme ein, schicke den Atem zum Kopf, Schulter und Arme. Dann weiter in die Brust, den Unterleib, die Beine und Füße. Atme langsam wieder aus und verharre einige Sekunden in Stille.

 

Kommentar verfassen