Ayurveda
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Ayurveda Grundlagen: Was ist Ayurveda?

Grundlagen des Ayurveda

Ayurveda ist die Schwesternwissenschaft des Yoga. Das Wort setzt sich zusammen aus den Worten Ayus = Leben und Veda = Wissen, also das Wissen vom Leben oder die Lehre vom Leben sozusagen.

Diese Lehre geht davon aus, das wir mit unserer Umgebung verbunden sind. Alle Veränderungen unserer Umgebung, alle unsere Taten, unsere Ernährung, unsere Lebensweise, alles das wirkt sich auf unser Wohlbefinden aus.

Durch richtige Ernährung, Bewegung, geistige Übungen und Anwendungen sorgen wir dafür, dass unser Körper im Gleichgewicht bleibt. Somit werden Krankheiten und Störungen verhindert.

Vorbeugen statt heilen

In dieser ganzheitlichen Lehre geht es vorrangig nicht um das heilen von Krankheiten. Der Großteil aller Bemühungen im Ayurveda dienen tatsächlich der Aufrechterhaltung der Gesundheit, sind also Vorbeugungsmaßnahmen. Natürlich verfügt es auch über ein breites Wissen an Heilmitteln zu allen möglichen Krankheiten.

Zur Heilung oder Linderung von Krankheiten und Beschwerden dienen vor allem Anwendungen aus den Gebieten der Ernährung, Heilkräuter und Gewürze, Yoga und Meditation, Massagen, Atemtherapie, Biorhythmus, spezielle Kuren (wie zB Pancha Karma) und Aromatherapie.

 

 

Die zwei Ebenen des Ayurveda

Die Lehre des Ayurveda kennt zwei Ebenen. Die unterschiedliche Mischung aus diesen beiden Ebenen macht aus jedem Menschen ein Individuum, mit eigenen Schwächen und Stärken, Problemen oder Anfälligkeiten für Krankheiten. Hier lässt sich wieder der wunderbare, ganzheitliche Ansatz dieser Lehre erkennen.

Die Ebene der 3 Doshas:

  • Vata
  • Pitta
  • Kapha

Dies ist die energetische Ebene. Alle Menschen können zu einem oder mehreren dieser drei Typen zugeordnet werden, die meisten von uns sind Mischtypen aus zwei verschiedenen Doshas. Die allerwenigsten sind nur ein Dosha allein oder eine Mischung aus allen dreien.

Den Doshas werden verschiedene geistige und körperliche Eigenschaften zugeordnet, jede Konstitution verfügt über ihre ganz eigenen Stärken und Schwächen und natürlich Anfälligkeiten auf Krankheiten.

Jeder dieser drei Typen reagiert anders auf seine Umwelt und kann mit deren Einflüssen anders umgehen. Wichtig ist, das man seinen eigenen Typus kennt und danach lebt. Ernähre dich Doshagerecht, gleiche Dosha-Ungleichgewichte aus, lebe einen Doshagerechten Biorhythmus.

Weitere Infos zu den Doshas findest du in den nachfolgenden Artikeln.

Die Ebene der 5 Elementen:

  • Feuer, ihm zugeordnet sind: Hitze, Sehsinn und Augen, Geschlechtsorgane
  • Erde, ihm zugeordnet sind: Festigkeit, Rauheit, Form, Geruchssinn und Nase, Hände
  • Wasser, ihm zugeordnet sind: Flüssigkeit, Geschmackssinn, Zunge und Gaumen, Füße
  • Raum, ihm zugeordnet sind: Widerstandslos, Gehör und Ohren, Zunge und Sprache
  • Luft, ihm zugeordnet sind: Ausdehnung, Bewegung, Tastsinn, Haut, Anus

Dies ist die Ebene der materiellen, begreifbaren Anteile des Lebens.

Die drei Eigenschaften

Unser Geist besteht aus drei Gunas (Kräften) mit folgenden Zuordnungen:

  • Tamas: Schlaf, Faulheit, Trägheit, Finsternis, Lethargie, Prokrastination, Antriebslosigkeit, Depressionen, fehlende Lebenslust, Verfall, Trauer
  • Rajas: Aktivität, Unruhe im Körper und in den Gedanken (Monkey Mind), Ungeduld, Wut, Aggression, Gewalt, Zorn, Bewegung, Veränderung
  • Sattva: Ruhe, Freude, Zufriedenheit, Begeisterung, Selbstliebe, Innere Ruhe und Strahlen, Reinheit, Ausgleich

Ziel ist es durch (sattvische) Ernährung, Yoga, Pranayama und Meditation zu erreichen, dass das Sattva Guna dominiert.

Das Agni

Ein äußerst wichtiger Punkt im Ayurveda ist die Erhaltung und Stärkung des Agni. Dabei handelt es sich um das Verdauungsfeuer, das Feuer des Lebens. Je nach Konstitution (die 3 Doshas) brennt es mit unterschiedlicher Stärke.

Alle Arten von Krankheiten, körperlichen Störungen oder seelischen Problemen führen zu einer Schwächung des Agni. Das Hauptaugenmerk des Ayurveda liegt daher in der Stabilisierung und Aufrechterhaltung des inneren Feuers.

Auch können schlechte Ernährungsgewohnheiten (kaltes Wasser trinken, fett oder schwer essen, die falsche Kombination von Lebensmitteln) oder die Einnahme von Medikamenten das Agni schwächen.

Durch Kenntnis der verschiedenen Wirkungsweisen von Lebensmitteln und deren richtigen Art der Zubereitung kannst du dein Agni fördern, wieder neu entfachen oder stabilisieren.

Für mehr Informationen empfehle ich dir in gute Bücher zu investieren (ZB mag ich diese beiden: „Ayurveda für jeden Tag“ von Dr. med. Ernst Schrott und „Ayurveda Handbuch der Energietypen“ von Jutta Mattausch) und, je nach Möglichkeit, ein Ayurveda Studio oder einen Ayurveda Arzt aufzusuchen. Stöbere auch gerne in folgenden Links:

yoga-vidya.de

rosenberg-ayurveda.de

happymindmagzine.de

Das war der erste Teil dieser neuen Artikelserie rund um das spannende Thema des Ayurveda. Es folgen noch viele weitere interessante Infos für dich, bleib dran.

xo

Angelika

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