Herz und Verstand
Kommentar 1

Bis hierher und keinen Schritt weiter!

Grenzen. Jeder Mensch hat sie bzw. sollte sie haben. Sie helfen einem dabei, die eigene Persönlichkeit vor energetischen Übergriffen anderer zu wahren.

Jeder geht damit auch anders um. Viele sind generell sehr offen, und haben kein Problem andere zu sich heran zu lassen. Aber gerade introvertierte Menschen schätzen es überhaupt nicht, wenn ihnen jemand psychisch oder auch physisch zu Nahe kommt.

Welcher Typ bist du?

Finde zuerst heraus, welche Grenzen für dich in Ordnung sind. Wie weit andere gehen können, bis es dir unangenehm wird. Hast du diesen Punkt erkannt, stecke ihn fest und übertritt ihn nicht bzw. lass ihn von niemandem übertreten.

Geht es um die Wahrung dieser Trennlinie fallen mir auf die schnelle 5 Arten von Menschen ein. Diejenigen die…

  • die eigenen Grenzen nicht wahren (können)
  • die eigenen Grenzen sehr gut kennen und dazu stehen
  • die eigenen Grenzen zu streng bewachen
  • die Grenzen anderer ständig übertreten
  • die Grenzen anderer nicht akzeptieren wollen

Ich war einer von der Sorte, die die eigenen Grenzen nicht wahren konnten. Ich ließ mir ständig andere Personen zu nahe treten, ließ mich ausnutzen, beleidigen („War ja nur ein Späßchen“ grrrrrrr), unterbuttern.

Ich fühlte mich dadurch oft ausgelaugt, traurig, gestresst, wertlos. Wusste aber nie wirklich warum. Ich hatte irgendwie das Thema „eigene Grenzen“ nicht so richtig am Radar und konnte daher auch nicht einschätzen, warum ich mich so fühlte und wie ich das ändern konnte.

Der schmale Grat

Während ich achtsamer meinen eigenen Grenzen gegenüber wurde, bemerkte ich, dass es Menschen gibt, die die Grenzen anderer nicht respektieren. Die eine Sorte aus Unwissenheit oder Dummheit, die sich wirklich nichts dabei denken wenn sie jemandem zu nahe treten (zB kenne ich eine Person, die ständig anderen Frauen die Haare flechten will. Sobald Sie eine Frau mit langen Haaren sieht, greift sie einfach hinein und beginnt sie mit den Fingern zu kämmen und zu flechten) und die andere Sorte aus Egoismus. Sie wollen etwas und der andere hat es zu geben. Jetzt. Sofort.

Wo sind eure Grenzen?

Überlegt euch gut, wo eure Grenzen sind und schreckt niemals davor zurück sie zu beschützen. Sei es bei der Ernährung, politischer Gesinnung, persönliche Vorstellungen, Lebensgestaltung, Mode, usw. Es gibt so vieles. Lasst niemand darüber trampeln. Mein guter Freund, Mahatma Ghandi, sagte bereits dazu:

„I will not let anyone walk through my mind with their dirty feet.“

Nehmt euch das zu Herzen. Grenzübertretungen verletzen einen innerlich. Sie können einen ganz tief treffen. Vor allem, wenn dann noch die Hilflosigkeit dazukommt und man nicht in der Lage ist, sich zu schützen.

Ich fühlte mich oft innerlich beschmutzt. Ärger über das Verhalten der anderen saugte mir meine Energie aus, dabei war ich es doch, die sie über meine Grenzen hinwegtrampeln ließ. Ich war schuld daran, nicht sie. Ich hatte sie nicht daran gehindert.

Die Entscheidung liegt ganz allein bei dir

Inzwischen bin ich schon um einiges besser geworden. Ich habe trotzdem noch ein Sicherheitsnetz und befrage meine Schwester oder Freunde ob es richtig war, so zu reagieren, aber meistens ist die Antwort Ja.

So lerne ich, meinem eigenen Urteil zu vertrauen und auf mein Inneres zu hören. Schließlich weiß das am Besten, wie weit ich etwas oder jemand an mich heranlassen kann.

xo

Angie

 

 

1 Kommentar

  1. Pingback: So lernst du Nein zu sagen -

Kommentar verfassen