Herz und Verstand
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Einsamer Wolf – Warum es uns gut tut, öfter alleine zu sein

Schlittenhund Husky Fenster

Ich bin sehr gerne allein. Ich kann mit mir selber die beste Zeit verbringen, bin meine eigene, beste Freundin. Komischerweise wird das von meiner Umwelt gerne als etwas „kauzig“ angesehen. Generell ist es mir schon oft aufgefallen, das Menschen die gerne alleine sind, als eigenartig empfunden werden. Warum ist das so?

 

Ich bin gerne allein. Ich gehe gerne alleine einkaufen, ins Kino, in Museen, spazieren. Ich brauche nicht permanent jemanden neben mir, der mir die Ohren vollquatscht. Es gibt Zeiten, da liebe ich das, aber mindestens (wenn nicht mehr) Zeit verbringe ich mit mir selbst. Ich bin keine Partykanone, kann – und will – keinen Smalltalk, mag keine Menschenmengen, gehe nicht gern in Clubs oder Bars. Ich liebe Ruhe. Und es gefällt mir.

Kauzig sein ist cool

Wenn ihr es genauso liebt, dann steht dazu. Egal was die anderen sagen, ihr seid kein komischer Vogel. Steht dazu und gönnt es euch. Ist man ständig mit anderen Menschen zusammen, obwohl man lieber alleine wäre, kostet das enorm viel Kraft (weitere Energieräuber findet ihr in meinem Artikel „Energiekrise oder was?“).

Nicht jeder kann alleine sein

Aber nicht jeder kann das. Ich würde jetzt sagen, ca. 75% meiner gesamten Bekanntschaften und Familie sind nicht in der Lage, mit sich selbst was anzufangen. Vielleicht weil sie nicht wissen was? Oder weil sie nicht wissen, wie sie mit sich selbst „reden“ sollen?

Frage ich sie danach, sagen die meisten nur: weil es nicht so viel Spaß macht. 

Sie sind offenbar nicht bereit, sich selbst zu erkennen und wisse nicht, wie sie mit sich umgehen sollen. Es fehlt ihnen der Schutz der Gruppe. Menschen sind soziale Tiere und leben gerne in Gruppen und Gemeinschaften.

Sie fühlen sich alleine verwundbar und unsicher. Müssen ihre Entscheidungen alleine treffen, ohne den „Rat der Weisen“. Auch haben viele die Befürchtung, von anderen gering geschätzt zu werden, weil man offenbar keine Freunde hat. Weil man offenbar nicht liebenswert genug ist, dass jemand Zeit mit einem verbringt.

Und Freunde sind in der Zeit der „Likes“ und „Gefällt mir“ ein hoch gehandeltes Gut. In Zeiten, in denen man hunderte  (virtuelle) Facebook Freunde hat, ist es nicht hoch im Kurs, Zeit alleine zu verbringen.

Seid euch selbst der liebste Mensch

Es ist überhaupt nicht schlimm, alleine zu sein. Aber als Gruppenmensch muss man dies auch erst lernen.

Für mich ist es selbstverständlich, da ich mein ganzes Leben schon gerne alleine war. Aber wenn man es nicht gewohnt ist, ist es ein wirklicher Lernprozess und man muss es schon öfter versuchen um sich damit wohl zu fühlen.

Der positive Effekt ist aber nicht zu leugnen. Man hat weniger Druck, kann frei entscheiden und nach Lust und Laune handeln, ohne auf jemanden eingehen zu müssen.

Zeit mit Freunden ist super und kann eine tolle Kraftquelle und Inspiration sein. Mindestens genauso inspirierend ist es aber auch, nur mit sich selbst zu quatschen.

 

 

 

xo

Angie

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