Herz und Verstand
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Achte auf deine Energie

Einer der wichtigsten Punkte für mich, um den ich mich wirklich täglich kümmern muss,  ist mein Energiehaushalt. Ich habe bemerkt, dass ich meine Energie sehr gut einteilen muss um bei Laune zu bleiben.

Ist mein Level im Keller werde ich unkonzentriert, launisch, demotiviert, bin total schlecht drauf und mache aus den berühmten Mücken Elefanten. Diese Launen bekomme dann ich selbst und meine Familie zu spüren, was eigentlich nicht fair ist.

Energievampire

Vielleicht habt ihr von dem Wort „Energievampir“ schon  mal gehört? Es beschreibt recht treffend jemand oder etwas, dass uns Energie entzieht. Diese Vampire gilt es natürlich so gut es geht zu meiden.

Sie können für jeden etwas anderes sein, aber im Großen und Ganzen ist es meistens einer oder mehrere dieser 4 Arten:

  • Stress: ist der Energiekiller schlechthin. Zu viel Stress und die positiven Vibes sind futsch. Dies äußert sich gern in körperlicher Erschöpfung, Krankheitsanfälligkeit und einer geringen Toleranzschwelle.
  • Der falsche Umgang: wie schon im Artikel über falsche Freunde beschrieben, gibt es einfach Menschen die einen sprichwörtlich aussaugen. Sie selber gehen gestärkt aus dem Gespräch hervor, man selbst ist einfach nur fertig. Jammerer, Nörgler, Hypochonder, extreme Pessimisten, Klatschbasen, sie alle können einen den Tag ganz entschieden vermiesen und die gute Energie, die eigentlich für wichtigeres gedacht war, ist dahin.
  • Medien: Fernseher, Internet, Zeitschriften, sie alle zapfen einen an. Im Kopf rumort es. Er füllt sich mit Dingen, die eigentlich nicht wichtig sind. Sie erzeugen sozialen Druck, fördern Unzulänglichkeitsgefühle und Neid und erwecken falsche Begehrlichkeiten. Genau das Gegenteil von dem, was unser Ziel ist: nämlich 100% Selbstliebe! Erspart euch das. Limitiert eure tägliche Zeit auf ein Minimum und geht stattdessen befriedigerenden Hobbies nach. Lesen, kochen, kreatives, Handarbeiten, Kunst, Sport, Yoga, Musik, usw., sie alle füllen den Geist mit positivem Inhalt und Gelassenheit.
  • Negative Gedanken: Gift für euch sind negative Gedanken. Wie schon in meinem Artikel „Wie redest du eigentlich mit mir“ beschrieben, haben die inneren Worte an uns selbst, aber auch unsere Gedanken, enorme Kraft. Sie kosten aber auch Kraft. Nichts ist ein größerer Energieräuber als ständige Abwertung. Erkennt euch an, liebt euch selbst, sprecht liebevoll mit euch. Liebe Worte an einen selber schenken einem so viel. Aggression ist anstrengend, vor allem wenn sie sich gegen einen selber richtet.

Wie gewinne ich meine Energie zurück?

Wollt ihr wieder zurück zum Ausgangslevel hilft z.b.: ganz viel Ruhe und Zeit für euch selbst. Geht euren Hobbies nach, geht raus in die Natur, nehmt ein Bad, meditiert, kuschelt mit den Kindern auf der Couch, alles was innere Ruhe fördert, fördert Energie. Kennt ihr den Spruch „in der Ruhe liegt die Kraft“?

Natürlich lassen sich Energievampire nicht immer vermeiden und bei gut gefülltem Speicher ist das auch kein Problem. Achtet einfach immer darauf, regelmäßig eure Kraftquellen zu besuchen bzw. zu benutzen.

Gerade wenn ihr eher der Typ seid, der gerne über seine Grenzen geht, um esallen auf der Welt recht zu machen, ist es besonders wichtig ständig neue Kraft zu tanken – lest dazu dieses tolle Gedicht.

Wie ich meine Energie rette

  • Ich vermeide Stress. Stress bedeutet in diesem Fall für mich: zu viele Termine in einer Woche. Wenn jeden Tag Vormittags und Nachmittags etwas ansteht, macht mich das fertig. Ich fühle mich ausgelaugt. Ich achte darauf meine Nachmittage so gut es geht freizuhalten und plane maximal zwei Termine ein. Die Vormittage sind kein Problem, dann bin ich am produktivsten und schiebe meine Termine mit Vorliebe auf den späten Morgen.
  • Meinen Fernsehkonsum habe ich stark eingeschränkt. Wenn ich schaue, dann wird die Sendung bewusst ausgewählt und genossen. Sonst gehe ich meinen Hobbies nach.
  • Das Internet habe ich gekürzt auf maximal 60 Minuten pro Tag, die Emails checke ich nur noch, wenn ich in meinem Büro sitze und arbeite, nicht mehr zwischendurch.
  • Den falschen Umgang habe ich eingeschränkt. Klar, einige Menschen lassen sich nicht vermeiden, da man einfach täglich mit ihnen zu tun haben muss. Aber die Personen, bei denen ich eine Wahl hatte, gibt es nicht mehr in meinem Leben.
  • Ich lese keine Klatsch und Tratsch Zeitschriften mehr. Wenn ich lese dann eine (gute!) Tageszeitung, Yogamagazine oder Infomagazine wie GEO oder National Geographic.  Oder Bücher, die guten alten Bücher, die gerne übersehen werden in der heutigen, digitalen Welt – ein Hoch auf das analoge Leben ;-). Diese Texte inspirieren oder informieren mich. Das ist, wie ich finde, mehr wert als die kurze Befriedigung durch Lästereien oder Lügen über fremde Menschen, die nur einen schalen Nachgeschmack hinterlassen und mich dazu bringen, mich ständig mit anderen zu vergleichen.
  • Ich treibe Sport. Sport gibt einen sehr viel Kraft zurück, körperlich und seelisch. Es ist pure Ich-Zeit und außerdem noch gesund. Was will man mehr?
  • Ich brauche auch täglich meine Zeit für mich alleine. Da will ich niemanden sehen oder  sprechen. Gerne drehe ich es so ein, dass ich morgens 1 Stunde vor allen anderen aufstehe um Zeit für ein ausgiebiges Morgenritual zu haben. Diese eine Stunde gibt mir mehr, als ein ganzes Wellnesswochenende. Ich praktiziere Yoga, lese etwas aufbauendes, frühstücke gemütlich, erstelle meinen Tagesplan, usw.  Lässt es sich am Morgen nicht bewerkstelligen, nehme ich mir diese Zeit Abends.
  • Ich meditiere. Am liebsten Abends mit meiner Mala und einem aufbauenden Mantra.

Schaut euch doch mal eure Woche an und die Personen  die ihr trefft. Vielleicht hilft euch einer meiner persönlichen Vorgehensweisen oder ihr gestaltet sie komplett neu für euch.

Wichtig ist im Grunde nur, dass ihr eure Energiereserven kennt und es rechtzeitig bemerkt, bevor sie zu Ende sind. Sind sie erst komplett entleert, muss man viel mehr Zeit investieren um sie wieder ganz zu füllen.

Besser ist es, jeden Tag – wie bei einem Handy – den verbrauchten Akku wieder zu 100% zu füllen, anstatt zu warten bis das ganze System komplett ausfällt und man wieder bei 0% beginnen muss.

xo

Angie

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  1. Pingback: umgekrempelt - für mehr Selbstgefühl... - Einsamer Wolf

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