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Erfolgsserie Teil 2: Angst vor dem Misserfolg

Im zweiten Teil meiner Serie  rund ums Thema Erfolg geht es um das Scheitern. Die wohl größte Angst aller, die sich in ein Unternehmen (egal welcher Art) stürzen.

Was ist so schlimm am scheitern?

Bei uns ist eine Person, welche zB mit einer Firma in Konkurs gegangen ist, für sein Leben gebrandmarkt. Konkurs = Versagen. Er oder sie hat versagt, hat es nicht richtig gemacht.

In Amerika ist das alles halb so wild. Scheitern gehört zum Lernprozess und es gibt viele Unternehmer, die mehr als 10 Betriebe gehabt haben. Aus allen haben sie gelernt und ihr Wissen in das nächste Projekt mitgenommen.

Diese Kultur des Scheiterns wünsche ich mir auch hier bei uns.

Nur durch andauernden Erfolg lernt man nichts. Gerade unsere Fehler sind es, die unser Wissen erweitern.

Das Problem zieht sich aus dem wirtschaftlichen Bereich in den privaten Bereich fort. Die Matura im zweiten Bildungsweg? Ach , ich doch nicht. Eine neue Sportart lernen? Da tue ich mir nur weh. Einen Blog starten? Das will doch niemand lesen. Abnehmen? Das schaffe ich doch sowieso nicht.

Aber was hilft gegen die Angst vor dem Misserfolg?

Vorbereitung ist alles, wie wir im ersten Teil unserer Reihe schon besprochen haben. Eine gute Vorbereitung nimmt einen großen Teil der Angst. Man kann sicher sein, sein möglichstes getan und sich auf alle Eventualitäten vorbereitet zu haben.

Um die Angst vor dem Misserfolg zu besiegen hilft euch auch noch ein kleiner Trick: ein sogenanntes Worst-Case-Szenario. Darin malt ihr euch das allerschlimmste aus, was euch passieren könnte, ihr dürft auch gern etwas übertreiben 🙂

Der Worst Case eines neuen Bloggers könnte zum Beispiel so aussehen:

  • Meinen Blog will niemand lesen
  • Ich habe 400 Euro in den Sand gesetzt (für den Blog, die Domain, Themes, technische Spielereien)
  • Die Nachbarn lachen mich aus, weil ich die komische Tante/Onkel aus dem Internet bin
  • Ich kann nicht vom bloggen leben und muss meinen Alltagsjob beibehalten
  • bzw. muss mir einen neuen Job suchen
  • meine Texte sind so grottenschlecht, dass ich lebenslang aus dem Internet ausgesperrt werde
  • Ich bekomme gemeine Kommentare auf meine Artikel

Habt ihr eure Ängste erst aufgeschrieben, hören sie sich nur mehr halb so wild an. Es ist eine Erleichterung seine Bedenken loszuwerden und nun, mit etwas Abstand und auf gebannt auf ein Blatt Papier, kann man in Ruhe darüber nachdenken.

Ist es denn so schlimm, wenn die Nachbarn über einen reden? Gerät man wegen 400 Uhr in den Ruin? Ist es so tragisch, wenn ich meinen Job nicht kündige (dies sollte man übrigens erst tun, wenn man ein wirklich, wirklich, erfolgreicher Blogger ist 😉 )?

Geht jedes einzelne Bedenken durch und denkt darüber nach. Wenn es ein ernst zu nehmendes Risiko ist, überlegt euch dazu gleich einen Rettungsplan.

Verschiedene Lebensbereiche erfordern natürlich verschiedene Szenarien

Gründet man eine Firma, stehen natürlicherweise andere Punkte auf dem Plan, wie beim Kollegen, der überlegt, ob er die Abendmatura machen sollte. Wenn ich nur ein neues Sportprogramm starte ist es ein anderer Plan, als jemand der eine Weltreise plant

Sprecht mit Freunden darüber

Es ist auch immer gut, mit neutralen Personen über seine Ängste zu sprechen. Sie können viele eurer Ängste zerstreuen. Vielleicht erstellt ihr sogar mit ihnen eure Worst-Case Liste und arbeitet Punkt für Punkt gemeinsam ab?

Aus den Fehlern anderer lernen

Schaut euch auch die Misserfolge anderer Personen an:

  • Warum sind sie gescheitert?
  • Was könnt ihr besser machen?
  • Wie könnt ihr die gleichen Fehler vermeiden?

Ihr kennt dadurch die größten Schwierigkeiten, die euch erwarten und könnt euch gezielt darauf vorbereiten, einen Notfallplan erstellen. Mit Rettungsleine ist man immer sicherer unterwegs.

So vorbereitet kann euch nichts mehr Angst machen. Seht voll Zuversicht in eure Zukunft, denn:

Wenn nichteinmal ihr selber an euch glaubt, wer sollte es dann tun?

xo

Angie

 

 

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