Herz und Verstand
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7 Arten falscher Freunde

Jaja, jeder kennt sie. Die falschen Freunde. Den falschen Umgang, den man seinen Kindern gerne verbietet oder verbieten würde oder der einem selber verboten worden ist. Die Freunde aus dem Drogenkreis, die zu viel trinken oder einfach böse sind.

Sie erkennt jeder. Doch gibt es auch ganz andere Arten von schlechten Freundschaften. Und über diese Sorte sind sich die meisten Menschen nicht im Klaren. Meistens bemerkt man sie nämlich nicht.

Sie haben sich so schön eingenistet in unserem Leben, sind auch nett und lieb. Aber ihr Einfluss geht in eine andere Richtung als Alkohol und Drogen und kann, auf seine eigene Art und Weise schädlich sein.

Die sieben Sorten der falschen Freunde

In meinem Leben haben sich einige dieser schlechten Freundschaften angesammelt und ich habe mich von ihnen verabschiedet. Sie zu erkennen war nicht einfach, da ich mir früher nicht bewusst war, dass an Freundschaften etwas schlecht sein kann.

Um es für euch leichter zu machen habe ich euch die sieben Arten aufgelistet, die am öftesten vorkommen:

  • Die Entfremdeten: man ist ihnen einfach entwachsen. Man versteht sich nicht mehr so richtig, ärgert sich gerne mal über deren Ansichten, hat verschiedene Lebenseinstellungen oder Motivationen. Die Lust sich zu treffen ist auf beiden Seiten auf dem Tiefpunkt. Ist es dann mal so weit, sitzt man sich schweigend gegenüber und weiß nicht wovon man sprechen soll.  Beide Seiten sind sich einig, dass es nicht mehr funktioniert und die Trennung verläuft einvernehmlich.
  • Die Heuchler:  die einem gerne Honig ums Maul schmieren, aber darin klitze-klitze-kleine (oder größere) negative Botschaften verstecken. Die einem über Umwege Nachrichten zukommen lassen, gerne mittels anderen Personen von denen sie wissen, dass sie es weitererzählen werden: „Also ich mache ja meinen Braten ganz anders. Aber deiner war ja jetzt auch nicht so schlecht.“ „Ich trage ja diese Hose in 36, wie toll, dass du dich traust sie in 44 tragen.“ Und ja, ich kenne den Unterschied zwischen einem ernst gemeinten Kompliment und einem Seitenhieb ;-). Deren Ziel ist es, sich selbst – durch niedermachen anderer – aufzubauen.
  • Die Neider: sie haben (scheinbar) weniger. Und neiden einem alles. Sie sind der Ansicht, ihnen müsste dasselbe zustehen und es ist eine Frechheit, dass sie es nicht bekommen haben, sondern man selbst. Sie weisen alle Schuld von sich. Auf die eigenen, Eltern, die Kindheit, die Umstände, die Welt, die Firmen, eure Eltern, usw. Aber etwas an ihrer Situation ändern wollen sie dann doch lieber nicht. Schließlich bedeutet das Arbeit an sich selbst und worüber sollten sie sich dann sonst noch aufregen?
  • Die Negativen: sie ziehen einen runter. Immer. Egal worüber man sich unterhält. Sie jammern über alles, beschweren sich gerne, nichts passt. Die Welt ist schlecht und sie werden nur ausgenutzt. Von jedem. Sie sind ständig krank, vom Schicksal gebeutelt. Und wer kriegt das alles zu hören? Du.
  • Die Schauspieler: Sie haben ein furchtbar kleines Selbstbewusstsein, verstecken es aber unter einer permanenten Show aus übertriebener guter Laune oder Coolness. Sie sind meistens sehr laut, jeder soll hören wie lustig sie sind. Sie sind anstrengend, haben eigentlich nichts interessantes zu sagen und fallen zum Teil unter auch noch die Kategorien „Negative“ und „Neider“ (aber man sieht es ihnen auf den ersten Blick nicht an).
  • Die Prediger: die Wasser predigen und Wein saufen. Natürlich im geheimen, denn es soll ja niemand mitbekommen, dass sie doch nicht zu 100% hinter ihren eigenen Aussagen stehen. Aber alle anderen haben sich gefälligst daran zu halten und werden gerne darauf hingewiesen, wenn sie es nicht tun.
  • Die Unmotivierten: sie machen nichts. NICHTS. Immer. Sie gehen nicht außer Haus, arbeiten nur so viel wie unbedingt sein muss, um nicht gefeuert zu werden. Bilden sich nicht weiter, lesen nichts. Unternehmen nichts. Sitzen nur zu Hause und sehen fern. Treiben keinen Sport und haben keine – KEINE – Hobbies. Jeder Versuch sie zu was zu bewegen scheitert. Die eigenen Versuche sein Leben zu verbessern oder die Ausübung von Hobbies werden ins lächerliche gezogen. Meistens ist dies noch gepaart mit fettem Sarkasmus und einer gewissen Art von Überheblichkeit allen gegenüber, die nicht nur zu Hause sitzen bzw. ein aktives Leben führen.

Wie erkennt man Sie?

Sie alle haben eines gemeinsam und dies ist auch gleichzeitig das beste Merkmal um sie zu entlarven:

Nach einem Besuch oder einem Gespräch mit ihnen, fühlt man sich einfach nur schlecht. Ausgelaugt, unzufrieden mit sich selber und seinem Leben, schlecht drauf. Energielos. Ich fühlte es tatsächlich oft als körperliche Schwäche und Erschöpfung. Und wenn es mal soweit kommt, dass man froh ist wenn seine „Freunde“ endlich nach Hause gehen, dann ist es höchste Zeit für eine Veränderung.

Wie wird man sie los?

Man kann sich auf sanfte Weise von Ihnen trennen, indem man den Kontakt ausschleichen lässt. Einfach von selber aus nicht mehr anrufen. Einladungen nicht annehmen und selber – ganz wichtig! – auch nicht mehr einladen. Keine Geburtstags-, Weihnachts-, Neujahr-, „Wasauchimmer“wünsche schicken oder auf anderweitige Anlässe reagieren.

Besser ist es natürlich, man steht dazu und sagt es ihnen einfach: „Ich möchte diese Freundschaft beenden, weil du mir nicht gut tust“. Diese Art und Weise ist wirklich bewundernswert, offen und ehrlich.

Birgt aber auch die Gefahr, dass man einknickt und die „Kündigung“ rückgängig macht. Diese Methode ist nur für mental starke Menschen, ich habe es leider nicht geschafft und wählte daher immer die erste Methode.

Natürlich muss man auch bei der sanften Methode offen Rede und Antwort stehen, sollte der Betroffene das Gespräch suchen, aber dies ist mir noch nie passiert.

Wie geht es dann weiter?

Man fühlt sich besser ohne sie, versprochen. Ihr habt mehr Zeit für die wirklichen Freunde, die, die ihr von Herzen gerne habt und sie euch. Ohne Gemeinheiten, Neid oder Blendung.

Menschen, mit denen ihr gerne Zeit verbringt und nach deren Besuch ihr von Glück und Freude erfüllt seid. Welche aber auch in der Lage sind, Kritik angemessen zu äußern und die wissen, wann man besser reden oder schweigen sollte.

Nehmt euch so viel Zeit wie ihr braucht. Überlegt genau. Geht jeden einzeln durch. Habt ihr den Entschluss einmal gefasst, euch zu trennen, steht dazu. Notiert euch keine Geburtstage oder sonstige Termine mehr, sie verursachen nur Gewissensbisse, weil einem die Höflichkeit gebieten will zu gratulieren.

Habt auch kein schlechtes Gewissen wenn ihr sie aus Whatsapp Gruppen löscht oder ihre Handynummern entfernt. Ihr tut es für einen guten Zweck. Nämlich euch selbst.

Was, wenn es einem selber passiert?

Ja, es kann einem auch selber passieren, dass man aus dem Leben von Freunden entfernt wird. Wenn ihr es wünscht, sucht das Gespräch. Fragt nach, wenn es euch interessiert, aber zwingt denjenigen nicht dazu, sich seine Entscheidung doch noch zu überlegen.

Seid nicht traurig, es hat einfach nicht gepasst. Und wahrscheinlich habt ihr es eh vorher schon gemerkt, dass diese Freundschaft nicht ewig währen würde.

Steht zu euch selbst und lebt euer Leben, so wie ihr es wollt.

xo

Angie

 

 

 

 

 

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