Grenzen: welcher Typ bist du?

By Angelika Stranger | Mindset/Persönlichkeit

Mrz 07
Grenzen: welcher Typ bist du?

Grenzen. Jeder Mensch hat sie bzw. sollte sie haben. Sie helfen dir dabei, die eigene Persönlichkeit vor energetischen Übergriffen anderer zu wahren.

Jeder geht damit auch anders um. Viele sind generell sehr offen und haben kein Problem andere zu sich heran zu lassen.

Andere, gerade introvertierte Menschen, schätzen es wiederum überhaupt nicht, wenn ihnen jemand psychisch oder auch physisch zu Nahe tritt.

Viele wissen zwar wo ihre Grenzen sind, haben aber Angst sie zu verteidigen. Angst davor, jemanden zu beleidigen oder zu enttäuschen.

Ach ja, die Höflichkeit.

Welcher Typ bist du?

Es gibt 7 Arten:

Menschen die…

  • die eigenen Grenzen nicht wahren können
  • die nicht wissen, wo ihre Grenzen überhaupt sind
  • die eigenen Grenzen sehr gut kennen und gut wahren können
  • die eigenen Grenzen zu streng bewachen und niemand an sich heran lassen
  • die Grenzen anderer respektieren
  • die Grenzen anderer ständig übertreten
  • die Grenzen anderer nicht akzeptieren wollen

Finde zuerst heraus, welche Grenzen für dich in Ordnung sind.

Wie weit andere gehen können, bis es dir unangenehm wird.

Hast du diesen Punkt erkannt, stecke ihn fest und übertritt ihn nicht bzw. lass ihn von niemandem übertreten.

Ich war einer von der Sorte, die die eigenen Grenzen nicht wahren konnten bzw. wusste ich damals auch gar nicht, was Grenzen überhaupt sind.

Ich ließ mir ständig andere Personen zu nahe treten, ließ mich ausnutzen, beleidigen (“War ja nur ein Späßchen” ), unterbuttern.

Ich hatte ja höflich zu sein.

Ich fühlte mich dadurch oft ausgelaugt, traurig, gestresst, wertlos. Wusste aber nie wirklich warum.

Ich kannte damals das Thema der “eigene Grenzen” nicht und konnte daher auch nicht einschätzen, warum ich mich so fühlte und wie ich das ändern konnte.

Kommt dir das bekannt?

Wie fühlst du dich, beim Kontakt mit anderen Menschen?

  • Gestresst?
  • Genervt?
  • Ist es angenehm?
  • Empfindest du Freude?
  • Wirst du Aggressiv?
  • Genießt du es?
  • Hoffst du, dass es bald vorbei ist?
  • Es es dir ziemlich egal? Geht es dir am Arsch vorbei?

Versuche diese Gefühle zu erkennen. Sei offen und ehrlich für dein Empfindungen und spüre genau nach.

  • Bei wem reagierst du wie?
  • Wie redet dieser Mensch mit dir?
  • Was will er von dir?
  • Tritt er dir auch körperlich näher, als du willst?
  • Sagst du ständig Ja, obwohl es eigentlich ein Nein wäre?
  • Gibst du mehr, als du wolltest?
  • Was lässt du dir alles gefallen oder auch nicht?
  • Wozu äußerst du deine Meinung, was lässt du stehen?
  • Wie reden die Menschen über dich? Ist dies so in Ordnung? Wenn nicht, wehrst du dich?
  • Lässt du über dich bestimmen oder bestimmst du selbst?

Versuche dir diese Fragen in den nächsten Tagen genau zu beantworten.

Zeichen für verletzte Grenzen sind gerne eines oder mehrere dieser Symptome:

  • Unwohlsein
  • Magengrummeln
  • Erregung, Ärger
  • Nervosität
  • Hektik, Stress
  • Wut, Aggression
  • Druck in der Magengegend
  • Herzrasen
  • Zittern
  • Übelkeit
  • Erschöpfung, ein Gefühl des ausgelaugt seins
  • schlechtes Gewissen
  • Enttäuschung

Der schmale Grat

Während du achtsamer gegenüber deinen eigenen Grenzen wirst, wirst du auch bemerken, dass es immer Menschen gibt, die die Grenzen anderer nicht respektieren.

Die eine Sorte aus Unwissenheit oder Dummheit, die sich wirklich nichts dabei denken wenn sie jemandem zu nahe treten.

Zum Beispiel kenne ich eine Person, die ständig anderen Frauen die Haare flechten will. Sobald Sie eine Frau mit langen Haaren sieht, greift sie einfach hinein und beginnt sie mit den Fingern zu kämmen und zu flechten.

Die andere Sorte tut es aus purem Egoismus.

Sie wollen etwas und der andere hat es zu geben. Jetzt. Sofort. Und dabei ist es ihnen völlig egal, ob sie die Grenzen dieser Person eben verletzt haben oder nicht. Das Ergebnis ist das Ziel.

Wo sind deine Grenzen?

Überlege dir gut, wo du deine Grenzen ziehst und schrecke niemals davor zurück, sie zu beschützen.

So wie du mit dir selbst umgehst, gehen andere mit dir um. Wenn sie bemerken, dass du einmal deine Grenzen offen lässt, werden sie es wieder und wieder versuchen oder einfach darüber hinweg trampeln.

Sei es bei der Ernährung, politischer Gesinnung, persönliche Vorstellungen, Lebensgestaltung, Mode, Berufswahl, Hobbies, Kleidung, Aussehen, usw.

Es gibt so viele Themen. Lass niemand darüber trampeln. Mein guter Freund, Mahatma Ghandi, sagte bereits dazu:

“I will not let anyone walk through my mind with their dirty feet.”

Nimm dir das zu Herzen. Grenzübertretungen verletzen dich innerlich.

Sie können dich ganz tief treffen. Vor allem, wenn dann noch die Hilflosigkeit dazukommt und man nicht in der Lage ist, sich zu schützen.

Als ich noch nicht in der Lage war, meine Grenzen zu wahren, fühlte ich mich oft innerlich beschmutzt.

Ärger über das Verhalten der anderen saugte mir meine Energie aus.

Dabei war ich es doch, die sie über meine Grenzen hinwegtrampeln ließ. Ich war schuld daran, nicht sie. Ich hatte sie nicht daran gehindert. Wenn das Tor offen ist, wird es eingerannt.

Die Entscheidung liegt ganz allein bei dir

Diese Entscheidung bringt eine ganz neue Lebensqualität mit sich. Du wirst lernen, zu dir zu stehen.

Wenn du Anfangs noch ein schlechtes Gewissen verspürst, ist das nicht schlimm. Schließlich bist du gerade dabei, eine eingeprägte Verhaltensweise zu ändern und dein Umfeld wird erstmals überrascht sein.

Verfalle nur nicht der Versuchung  dich zu rechtfertigen. Es gibt nichts zu rechtfertigen. Du sicherst dir nur deine Integrität, bleibst authentisch.

Das schlechte Gewissen wird verschwinden, je öfter du für dich selbst eintrittst. Es ist alles nur Übungssache.

xo

Angelika

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#integrität #authentisch #grenzenwahren

 

 

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  • […] und fordern alles mit Selbstverständlichkeit ein bzw. sind sich manche Menschen ihrer eigenen Grenzen zu wenig bewusst und geben […]

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