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Leg deine Scheuklappen an…

leg die Scheuklappen an

Was mich in meiner gesamten persönlichen Entwicklung vielleicht am meisten vorwärts gebracht hat, war die Erkenntnis, dass ich mein Leben nach meinem eigenen Maßstab selbst kreieren muss.

Und zwar nicht das Leben wie es die anderen leben. Sondern mein eigenes.

Ich bin ein riesiger Fan von Vorbildern. Wählt man sie mit bedacht aus, kann man ungeheuer viel von Ihnen lernen. Die große Gefahr dabei ist aber, sich selbst in seinen Vorbildern zu verlieren.

Verloren im Leben des Vorbildes. Man ist bestrebt, seine eigenes Dasein so zu gestalten, wie man es von seinen Idolen „gelernt“ hat. Man will so sein wie sie. Gerne werden dabei aber eigene Bedürfnisse komplett ignoriert oder noch schlimmer: als nicht würdig abgetan.

Du bist trotzdem noch du

Vergiss das nicht. Du bleibst du, egal wie du die Oberfläche gestaltest. Wenn du es aber allzu lange ignorierst, verkümmert dein Innerstes und du wirst zur faden Kopie. Ohne der Würze des eigenen Selbst. Und das ist jammerschade.

Ich war selber sehr lange Zeit eine Kopie. Die Kopie meiner Arbeitskollegin. Sie war in meinen Augen alles, was ich nicht war. Sie war lustig, schlagfertig, selbstbewusst, hübsch, schlank, hatte ein tolles Leben, Modegeschmack.

Meine Veränderung ging damals sogar soweit, dass ich begann genauso zu lachen wie sie (ihre Lache war ihr Markenzeichen). Aber ich war nicht glücklich. Obwohl ich sie bis ins kleinste Detail kopierte, war ich nicht glücklich.

Es dauerte aber noch lange Zeit, bis ich mir das eingestehen konnte bzw. bis ich den Grund erkannte, warum ich nicht glücklich war: ich hatte mit selbst komplett verleugnet. Mein Selbst unter das Selbst der Kollegin gestellt. Mich abgewertet, sie überbewertet. Mich für weniger gut befunden, als sie.

Dass meine Seele darunter litt, ist logisch. Aber unter meinen tausend Schichten dauerte es viel zu lange, bis der Hilfeschrei nach außen – zu mir – durchdringen konnte.

Mein Ausweg aus dieser Misere war schließlich ein einfacher Gedanke: ich will ich sein. Besser gesagt: ich will die optimierte Version von mir selbst sein. Eines meiner Vorbilder, Katrin Davidsdottir, benutzt den Leitspruch: be the best me. Ich will das Beste aus mir rausholen und trotzdem noch authentisch sein.

Sei ein Unikat

Jetzt, viele Jahre später, kann ich wirklich sagen: ich bin ich. Alles was ich tue, tue ich, weil ich es so will. Zu 100 Prozent. Ich bin keine Kopie mehr. Ich bin ein Unikat.

Such dir deine Vorbilder mit Bedacht aus. Schaue nicht zu viel, was andere machen. Die Dinge die sie tun, passen in ihr Leben, nicht in deins. Lasse dich inspirieren und passe diese Inspirationen an deine eigenen Bedürfnisse an. Inspiration ist immer gut, blinder Gehorsam oder blindes folgen, nicht.

Zieh dein eigenes Ding durch und achte nicht zu viel darauf, ob jetzt jemand anderer es auch so macht oder anders. Zu viel Umschau kann dich hemmen.

Übe, die Stimme deines Herzens zu erkennen

Geht es dir wie mir, bedarf es etwas Übung um zu erkennen, was jetzt ein Wunsch aus deinem eigenen Herzen ist und was ein Wunsch aus dem Antrieb heraus, zu sein wie jemand anderer.

Zu Beginn, musst du einfach deine Gedanken hinterfragen. Was steckt dahinter? „Wer“ will das jetzt? Ich oder mein Idol? Warum tue ich das? Wie fühle ich mich dabei?

Ich bin mir sicher, du bist auf dem richtigen Weg und wirst es erkennen, wenn dein wahres Ich zu dir spricht. Lass dich darauf ein und ich versichere dir, du wirst überrascht sein, über den Menschen der da zutage treten wird.

xo

Angelika

 

 

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