Machst du auch diesen Fehler, wenn du mit dir selber sprichst?

By Angelika Stranger | Mindset/Persönlichkeit

Jan 09
machst du auch diesen Fehler, wenn du mit dir selber sprichst

„Du kannst das nicht!“

„Das hast du falsch gemacht, du bist auch für alles zu blöd!“

„Kannst du nicht aufpassen?“

„Du Versager, aus dir wird nie was!“

„Kannst du nicht einmal etwas richtig machen?“

Kommt dir das bekannt vor? Ich glaube schon. Denn tagtäglich sagst du dir unbewusst diese Sätze in deinem Innerem. Zu dir selbst.

Wahrscheinlich legst du sehr viel Wert auf Höflichkeit und Respekt im Umgang mit anderen Personen.

Grüßt sie freundlich, hast immer ein offenes Ohr, gibst positives Feedback, tröstest, motivierst, sprichst Mut zu und bist sehr liebevoll zu deinen Freunden und deiner Familie.

Das ist super, ich gratuliere dir zu deinem mitfühlenden, emphatischen Wesen.

(möchtest du den Unterschied kennen zwischen Mitgefühl und Mitleid, dann schau hier)

Aber hast du dir schon einmal darüber Gedanken gemacht, wie du mit dir selber sprichst?

Bei mir war das lange Zeit eher ein unfreundlicher Ton der da herrschte. Und es war mir lange Zeit nicht bewusst. Wahrscheinlich geht es dir genauso.

Lange Zeit hatte ich den Trost, den Zuspruch, das positive Feedback nur für meine Freunde, meine Familie, ja sogar für völlig Fremde auf der Straße übrig.

Jeder Tat mir leid, bekam sofort eine 2. (oder auch 3., 4., 5. Chance).

Nur ich nicht. Für mich gab es nur Schelte.

Was richten diese Worte in deinem Inneren an?

Bei solch harschen Worten ist es nicht verwunderlich, das sich die Selbstliebe nach und nach verabschiedet und das Selbstbewusstsein und -gefühl am Boden liegen.

Selbstgefühl, Selbstliebe ist wie ein kleines Pflänzchen, das täglich genährt werden muss. Wird es nicht gehegt und gepflegt, geht es ein.

Die Selbstliebe ist keine Mimose, aber ein gewisses Maß an Zuwendung ist nötig.

Und zwar täglich.

Ist sie erstmal zu einer großen Pflanze herangewachsen, ist sie dafür sehr robust und standhaft.

Bitte verwechsle Selbstliebe jetzt nicht mit purem Egoismus. Das ist wieder ein anderes Thema. Wer sich selbst liebt, versteht es durchaus, auch andere zu lieben und weiterhin mitfühlend zu sein.

Wenn du dich selbst liebst, hast du automatisch genug Ressourcen um andere zu lieben, ohne dich dabei klein zu fühlen.

Du gibst die Richtung vor

Gefühle und Emotionen treten zwar oft plötzlich auf, dennoch entscheidest du selbst, ob du sie so anerkennst oder nicht.

Du entscheidest die Richtung, aus der der Wind weht. Positiv oder Negativ. Eine Entscheidung.

Wenn du wütend wirst, ist es deine ureigenste Entscheidung, ob du der Wut folgst. Daran knabberst. Stundenlang. Nicht schlafen kannst und eine wütende Mail schreibst oder eine wütende Nachricht hinterlässt.

Du kannst dich aber auch dafür entscheiden ruhig zu bleiben. Zu meditieren, deine Gefühle sacken zu lassen. Eine Nacht darüber zu schlafen und am nächsten Tag zu entscheiden, wie du weiter vorgehst.

Es liegt in deiner Hand. Verändere einfach den Blickwinkel.

Bemerke den Unterschied

Der erste Schritt zur Veränderung ist immer die Erkenntnis. Erkenne, wann du zu dir sprichst und ob es positiv oder negativ ist.

Zur besseren Veranschaulichung empfehle ich dir diese Übung:

  • Mache für drei oder vier Tage eine Strichliste. Immer wenn du dich innerlich selbst beschimpfst oder negativ mit dir sprichst, machst du einen Strich.
  • Am besten beginnst du damit, wenn du eher ruhigere Tage vor dir hast, zum Beispiel an einem Wochenende. Im größten Stress des Jahresabschlusses in deiner Firma mit zig Konferenzen am Tag wirst du deine innere Stimme nicht hören können.

Du wirst staunen, wie viele Striche zusammenkommen. Und dieser Prozess lief vorher automatisch, unbewusst ab.

Der Unterschied ab heute ist: ab jetzt bemerkst du es und kannst aktiv Dagegen steuern!

Dein Schaltwort für positive Gedanken

Denke dir ein Codewort aus, ein Schaltwort.

Dieses Schaltwort unterbricht den Gedanken, der gerade aufkommt und gibt dir eine Pause zu entscheiden, wie es weitergeht.

Sage zum Beispiel immer „Stopp“, sobald du einen negativen Gedanken aufspürst. Drehe ihn bewusst ins Gegenteil:

  • Statt eines „Du bist zu blöd für alles“ gibt es ein „Mach dich nicht fertig. Das kann jedem passieren. Schlaf mal drüber und morgen ist alles wieder gut.“
  • Statt eines „Du bist zu dick, alle anderen schaffen es, dass sie abnehmen, nur du nicht!“ ein „Super wie viel du schon erreicht und verändert hast. Bleib dran! Ausrutscher passieren.“
  • Statt eines „Jetzt hast du schon wieder alles verbockt!“ Ein „Gräm dich nicht, Fehler passieren. Morgen machst du es besser.“

Führe diese Übung bewusst einige Wochen lang durch und nach und nach wird sie zur Gewohnheit werden.

Wird dieser Ablauf automatisiert, werden deine Selbstgespräche von sich aus positiver sein.

66 Tage sagt die Wissenschaft und eine neue Gewohnheit ist verankert. Diese zwei Monate schaffst du doch mit links, oder?

Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben

Du wirst sehen, wenn du es erst einmal geschafft hast, den Fokus auf den Ton in einem Selbstgespräch zu legen, bemerkst du erst, wie oft am Tag überhaupt du überhaupt mit dir sprichst (was vorher komplett unbemerkt ablief).

Du bemerkst, wie oft am Tag du die Gelegenheit hast, dich selbst fertig zu machen. Oder selber hoch zu ziehen. Dir liebevolle Botschaften zu schicken. Dir zu sagen, was für einen tollen Job du da machst.

Das alles ist deine bewusste Entscheidung.

Dein Selbst wird es dir durch reichlich Wachstum danken.

Liebe sollte immer bei dir selbst beginnen. Erst wenn du erfüllt bist, kannst du Liebe erfolgreich weitergeben.

xo

Angelika

 

 

 

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  • […] Sprich positiv von dir selbst. So wie du dich selbst siehst, so sieht dich die Welt. Wenn du über dich selbst nur positives sprichst, werden auch andere positiv über dich sprechen. Machst du dich selber schlecht, ist es eine Einladung an alle, auch schlecht über dich zu sprechen.  Und ganz wichtig: mach dich nicht selbst klein, nur damit andere besser dastehen. […]

  • […] Gedanken: Wie schon in meinem Artikel „Machst du auch diesen Fehler, wenn du mit dir selber sprichst?„ beschrieben, haben unsere inneren Worte enorme Kraft. Sie können dich aber auch Kraft […]

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