Meine „cleane“ Küche – ein „No-Waste-und-Nachhaltigkeits“ Experiment

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Ich habe mich von der No-Waste Bewegung inspirieren lassen und bin gerade dabei, mein Leben – so gut es mir möglich ist – auf No-Waste und Nachhaltigkeit umzustellen.

Ich habe  mir jetzt lange Zeit Gedanken darüber gemacht, wie ich meinen Beitrag leisten kann und mir eine Liste zusammengeschrieben. Angefangen habe ich in meiner Küche und zwar mit folgenden Schritten:

  1. Ich habe unsere gesamten Lebensmittel auf Bio umgestellt. Ich habe zwar vorher schon sehr auf die Qualität geachtet, aber Bio ist jetzt nochmal ein Schritt mehr für mich. Und ja, Bio ist definitiv etwas teurer als konventionell. Es wird also daher an anderen Ecken gespart.
  2. Die Biokiste kommt! Und zwar bei mir jeden Donnerstag vom Biohof Achleitner *. Ich habe eine kleine Obstkiste, die mittlere Gemüsekiste, die Basiskiste mit Milchprodukten und Eiern und noch ein paar Kleinigkeiten dazu wie extra Milch, Apfelsaft, einen „Joghurt der Woche“ im Glas, usw.. Diese Kiste ermöglicht es mir, mit noch weniger Verpackung auszukommen (zB. gibt es dort auch Obers im Glas).
  3. Ich koche alles selber und verwende keine Fertignahrung. Brot vom Bäcker, Nudeln, Tomatenstücke in der Dose usw. fallen für mich nicht unter Fertignahrung. Gemeint ist damit wirklich nur Tütensuppe, fertige Pizzas, fertige Saucen, Fruchtjoghurt, Frühstücksmüslis usw.. Also im Prinzip alles, was außer den natürlichen Zutaten noch Zusatzstoffe wie Weichmacher, Glutamat und Geschmacksverstärker, Aromen, Mittel für bessere Haltbarkeit, Farbstoffe, E-Nummern, usw. enthält
  4. Wenn ich Glas verwenden kann, verwende ich Glas. Also zB. keinen Joghurt im Becher kaufen. Essensreste und Vorräte werden nicht in Plastikboxen aufbewahrt sondern in Glasboxen, alten Marmeladengläsern, Blechboxen usw.
  5. Wenn ich einkaufen gehe, habe ich selbstverständlich meine eigenen Taschen, Kisten, Körbe und eine Kühlbox dabei. Keine Plastiksackerl mehr!
  6. Für frischen Käse oder Wurst nehme ich kleine Jausenboxen mit. An der Feinkosttheke werden meine Einkäufe darin verpackt und nicht in Feinkost-Papier.
  7. Als Spülmittel und Putzmittel nehme ich teilweise alte Hausmittelchen von Oma (wie Zitronensäure, Essig, usw.) und teilweise Ökoreiniger (zB gerne von Sonett*), wenn ich der Meinung bin, es braucht etwas „stärkeres“ oder wenn ich etwas nicht selbst herstellen kann.
  8. Fleisch, Kern- und Ölivenöl beziehe ich direkt von den Bauern meines Vertrauens.
  9. Sommer ist Einweckzeit! Der gesamte Marmeladen- und Saftbestand für 12 Monate wird jedes Jahr von mir selber eingekocht oder eingefroren, natürlich von selbst gepflückten Beeren und Obst (Schwarzbeeren, Erdbeeren, Marillen, Ribisel, Pflaumen, Holunder, usw.). Gemüse wird eingefroren, eingelegt oder zu Chutneys verarbeitet. Ich habe das Glück einen Garten und den Wald – für Pilze, Beeren, usw. – direkt vorm Haus zu haben. Ich habe auch brave Verwandte und Bekannte, die ihren jährlichen Obst- und Gemüseüberschuss mit mir teilen.
  10. Ich schreibe brav meine Listen. Einmal in der Woche schreibe ich einen Menüplan. Dieser berücksichtigt die kommende Biokiste, den Rest kaufe ich ein. So wird verwendet, was da ist und es fällt weniger Biomüll an durch achtloses einkaufen. Weiters führe ich Listen mit meinen Vorräten und Gefriergut, damit nichts schlecht werden kann (was es leider trotzdem ab und zu tut, wenn ich nicht auf meine Listen schaue).

 

Zu 100% schaffe ich es leider nicht. Es gibt einfach noch zu viele Produkte, die ich einfach liebe, die es aber bei uns nur in Plastikverpackung gibt (zB. Feta). Weiters darf ich laut einstimmigen Beschluss meiner gesamten Familie keine Milch mehr in Glasflaschen kaufen, weil die scheinbar eklig schmeckt. Also gibt es die jetzt leider wieder im Tetrapack.

Auch gibt es in meiner Nähe keinen Unverpackt-Shop. Ich müsste dazu 70 KM weit fahren – und das ist nur die einfache Strecke. Ich bin nicht bereit 140 KM mit dem Auto zu fahren für meine Einkäufe. Einmal im Monat ist es OK für einen Großeinkauf, dann geht auch gleich der Bio Supermarkt und der Wochenmarkt mit, aber für die täglichen Anschaffungen bleibe ich beim normalen Supermarkt in meiner Nähe.

Natürlich habe ich auch noch einen Bestand an Plastikschüsseln, Tupperdosen usw. Solange sie noch nicht kaputt sind, werden sie verwendet, denn funktionierende Dinge wegzuschmeißen ist keine Option für mich. Aber sind sie defekt, werden Sie durch Alternativen ersetzt. Glas, Keramik, Metall, ich weiß noch nicht genau.

Ab und zu werden Vorräte schlecht, weil ich zu ungenau in meiner Listenführung war oder einfach nicht genau draufgeguckt habe. Sehr sehr schade, ich hasse es, Lebensmittel wegzuwerfen und nehme mir immer wieder vor, besser darauf zu achten.

Das sind so meine Probleme im Alltag. Wie geht es dir damit? Was hältst du von dieser Einstellung zum Müll, Nachhaltigkeit,Bio und Öko? Kannst du mir vielleicht ein paar Tipps dalassen?

 

xo

Angelika

* = unbezahlte Werbung meinerseits ohne Auftrag der genannten Firma

3 Kommentare

    • Angelika

      Liebe Sockenroxi, vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Ja, ich denke auch, für den Anfang ist es nicht schlecht. Vor allem, da ich so Veränderungen in kleinen Schritten machen muss, um die Freude daran nicht zu verlieren.

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