Mehr Selbst
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Meine Vision fürs Leben

Meine Vision vom Leben

Die wunderbare Laura Butera von www.buteralaura.com hat eine Blogparade ins Leben gerufen zum Thema „Deine Vision fürs Leben“. Vielen Dank für diese tolle Chance, da schließe ich mich supergerne an, hier meine Gedanken zum Thema:

Meine Vision fürs Leben

Meine Ziele für mein Leben sind vor allem die drei großen S:

Selbstgefühl, Selbstakzeptanz, Selbstliebe und Selbstbewusstsein. 

Den Großteil meines Lebens litt ich unter null Selbst. Ich war der Meinung, in allem was ich anfasste eine Niete zu sein. Nichts konnte ich. Alle anderen waren besser. Ich himmelte einige Personen aus meinem näheren Bekanntenkreis an und wollte auf biegen und brechen so sein wie sie.

Natürlich schaffte ich es nie. Es scheiterte schon daran, dass ich keine 1,75 groß war, keine langen, blonden Haare hatte. Auch war ich nie so spontan wie sie, nicht so witzig, beherrschte Smalltalk nicht so perfekt. War nicht so sportlich, nicht so schlank. Die Liste war unendlich.

Die Triebfeder des „Ungenügend seins“ war 33 Jahre lang der Motor meines Lebens.

Ich verleugnete mich selbst für ein Ideal, dass ich nie erreichen würde. Stets war ich der Meinung, das alles was ich tat nicht genug war: nicht cool genug, nicht gut genug, nicht besonders genug, nicht hübsch genug, nicht witzig genug, usw.

Aber wenn man sich selbst so negiert und alles an sich hasst und verändern will, wie soll man dann ein erfülltes Leben führen? Ich jedenfalls konnte es nicht. Immer war ich unzufrieden, traurig, unglücklich, erfolglos.

Ich hatte null Energie, konnte mich zum Schluss zu nichts mehr aufraffen und alle Mühen und Arbeit, aber auch Freude und Spaß, schienen mir völlig sinnlos.

Die Wende

Aufgrund der Verkettung mehrerer, sehr schwieriger Ereignisse, beschloss ich im vorigen Jahr endlich, dies alles zu ändern. Ich wollte nicht mehr so weiterleben, mit so viel Hass auf mich selbst.

Ich begann viel zu lesen, surfte im Internet, startete mit Sport und gesunder Ernährung. Nach und nach kamen verschiedene Meditationstechniken und Achtsamkeitsübungen dazu. Yoga liebe ich bereits seit vielen Jahren. Ich veränderte meine Praxis, erstellte mir nützliche Routinen und begann Tagebuch zu führen.

Vor allem das Tagebuch schreiben, erfüllte mich mit Erkenntnissen über mich selbst, die ich niemals vermutet hätte. Es kam ein komplett anderer Mensch zum Vorschein, als ich bisher vorgegeben hatte, zu sein. Und endlich hatte ich den Mut dazu, ihn der Welt zu präsentieren.

Diese Reise hat mein Leben von grundauf verändert. 

Endlich konnte ich anerkennen, wer ich wahrhaftig bin. Konnte akzeptieren, dass ich so bin wie ich bin und hörte auf, anderen Idealen nachzulaufen, die nicht die meinen waren.

Ich habe gelernt meinen Körper zu akzeptieren und ihn zu lieben, so wie er ist. Ich bin jeden Tag dankbar dafür, was ich schon alles erreicht habe. Ich zerfleische mich nicht mehr für Dinge, die ich nicht kann oder nicht geschafft habe. Ich akzeptiere sie, nicht mehr und nicht weniger.

Vielmehr erfreue  ich mich an dem, was ich in meinem Leben geschaffen habe. Die vielen wunderbaren Momente und Menschen.

Meine Macken werden nun genauso akzeptiert, wie ich jetzt stolz auf meine Talente sein kann. Ich kann endlich Lob annehmen und voll Freude sagen: Das habe ich gemacht.

Ja, es war viel Arbeit. Es war auch teilweise eine schwierige, anstrengende Aufgabe, da ich alte, falsche Verhaltensmuster erst erkennen und dann ändern musste. Ich musste tief in mir selbst suchen um zu finden, was ich wirklich will (unbeeinflusst von Meinungen von außen) und übte mich in neuen Routinen und Tätigkeiten, um diese Dinge in mein Leben zu holen.

Aber es hat sich ausgezahlt. Ich kann mich mit dem Menschen, der ich noch vor einem Jahr war, nicht mehr vergleichen. Ich kann es nicht glauben, dass ich jemals so negativ war und bin traurig, was ich mir selbst, meiner Seele und meinem Körper, damit angetan habe.

Lasse die Masken fallen

Ich arbeite stets weiter an mir selbst, ich will mich noch besser kennen lernen. Die ersten Schichten oder Masken sind bereits gefallen, aber ich fühle, dass da noch mehr ist.

Das ist meine Vision vom Leben: Meine Masken – alle – abzulegen und das Leben zu leben, das für mich bestimmt ist. Auch wenn es manchmal unbequem ist. #visionlb

https://buteralaura.com/2018/04/02/blogparade-rufe-deine-vision-ins-leben/

 

 

6 Kommentare

  1. Sandra Matteotti sagt

    Was für eine schöne Bloggeraktion – und was für ein schöner und offener Bericht. Danke. Ich erkenne mich in vielem wieder, meine Vision sähe wohl in etwa ähnlich aus.

    Liebe Grüsse
    Sandra

    • Angelika sagt

      Vielen Dank Sandra für dein schönes Lob, es bedeutet mir sehr viel.

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