Herz und Verstand
Kommentare 2

Mitgefühl vs. Mitleid

Diese beiden Worte werden oft identisch benutzt, es gibt jedoch einen himmelweiten Unterschied dazwischen. Ich habe euch die Bedeutung der zwei einmal genauer aufgeschrieben und hoffe es hilft euch fortan, diese beiden Gefühle „richtig zu benutzen“.

Mitleid

Mitleid bedeutet mitleiden. Wenn mir jemand etwas negatives erzählt und ich „leide mit“ übernehme ich dessen Gefühle in dieser Situation und sein Problem wird plötzlich zu meinem Problem.

Ich brauche meine guten Energien komplett auf für etwas, dass mich eigentlich gar nicht betrifft. Ich mache mir Sorgen, denke nach, bin traurig oder wütend. Ich mache das Leiden des anderen zum eigenen Leiden.

Ich zerbreche mir praktisch einen fremden Kopf.

Mitgefühl

Mitgefühl ist mitfühlen. Ich höre zu, ich erkenne die Ängste und Sorgen meines Gesprächspartners an, ich gebe ihm Rückhalt, zeige Verständnis und „fühle mit“. Aber nach diesem Gespräch, nachdem ich für denjenigen da war, ist das Thema erledigt.

Ich sitze nicht noch stundenlang da und grüble nach. Ich lasse die Sorgen und die Traurigkeit des anderen bei ihm und lasse sie nicht mein Leben bestimmen.

Es ist gut, wenn man sich mal Gedanken über die Probleme anderer macht, aber sie sollen einen nicht negativ belasten. Schaut ob ihr helfen könnt, seid dankbar dafür, dass es euch selber gut geht und dann: schaltet ab.

Du bist nicht für die ganze Welt verantwortlich

Man kann nicht die ganze Welt retten. Ja, es ist furchtbar tragisch, wenn die beste Freundin gerade verlassen wurde und es ist schlimm, dass der beste Freund gerade Pleite gegangen ist.

Aber: nur weil ich jetzt dasitze und weine, wird das Problem der anderen nicht kleiner und nur weil ich jetzt wütend bin, helfe ich niemandem weiter. Im Gegenteil schade ich dadurch mir selber.

Eine gewisse emotionale Distanz ist hilfreich

Wahrt eine gewisse emotionale Distanz. Das soll jetzt nicht heißen, dass ihr völlig unempathisch durch die Welt stapfen und jeden, der euch mit seinen Problemen kommt, mit einem „Mir doch egal“ anblöken sollt.

Es bedeutet lediglich seine emotionalen Grenzen zu ziehen, seinen inneren Schatz an Energie nicht zu vergeuden.

Und ja: man kann trotzdem noch ein guter Partner, Freund, Sohn/Tochter, usw. sein, indem man dem anderen gibt was er braucht: Zuspruch, den sogenannten Fels oder einfach nur ein offenes Ohr.

Fazit

Mitfühlen – Ja, Mitleiden – Nein.

Wie geht ihr damit um? Habt ihr schon Erfahrungen gemacht mit Mitleid und Mitgefühl?

xo

Angie

 

 

2 Kommentare

  1. Pingback: Serie: Opfer - Retter - Macher - Heilige// Teil 1: Opfer - umgekrempelt.at

  2. Pingback: Serie Opfer - Retter - Macher - Heilige // Teil 2: Retter - umgekrempelt.at

Kommentar verfassen