Warum du deine familiären Pflichten ernst nehmen solltest und 6 Tipps, wie sie dir leichter fallen

By Angelika Stranger | Inspiration/Tipps

Jul 28
Nein, Persönlichkeitsentwicklung und gesellschaftliche Verpflichtungen

Seit langem beschäftigt mich ein besonderes Thema. Auf meinem Blog geht es ja um Persönlichkeitsentwicklung bzw. um die Förderung, das Aufbauen und die Entwicklung vom eigenen Selbstgefühl.

Diesbezüglich oft schreibe ich darüber, wie wichtig es ist, die eigenen Grenzen zu wahren und Nein zu sagen, wenn es nötig ist.

Weiters beschäftigt mich aber jetzt folgendes Problem: auf einem speziellen Blog habe ich jetzt schon vermehrt den Rat gelesen, auch zB bei Geburtstagseinladungen direkt, aber natürlich höflich, Nein zu sagen, wenn man keine Lust hat.

Denn wo kommen wir  da hin, wenn man für solche weltlichen Dinge seine kostbare Energie verschwendet, die woanders (beim Yoga?) so viel besser genutzt wäre.

Grenzen sind gut, aber am beste mit einer kleinen Tor

Irgendwie verstimmt mich das immer. Es ist schon recht und gut, zu sich selbst zu stehen, seine Grenzen zu kennen und sich keine Verpflichtungen aufzwängen zu lassen.

Aber gerade bei so sensiblen Themen wie Geburtstagen ist es meiner Meinung nach einfach unmöglich, nicht zu kommen.

Natürlich, wenn es die Cousine der dritten Nachbarin von links hinten ist, keine Frage, Nein und aus. Aber wenn es um die engste Familie und den engen Freundeskreis geht, muss schon ein bisschen soziales Verhalten aufrecht bleiben.

Auch wenn du keine Lust hast, an solchen Veranstaltungen solltest du teilnehmen. Da geht es ausnahmsweise nicht um dich selbst, sondern um die Freude, die du dem Anderen machst und um die Wertschätzung, die du damit übermittelst: „Du bist mir wichtig. Ich nehme mir extra Zeit für dich, so wertvoll bist du für mich“.

Im gesellschaftlichen Kontext kanst du sicher viel einfach verweigern, es ist viel Blödsinn dabei oder einfach etwas, wozu du keine Lust hast, wie die fünfte Grillparty innerhalb von zwei Wochen.

Da ist es auch völlig in Ordnung, respektvoll und ehrlich abzusagen. Und die Weihnachtsgeschenke kannst du  mit Verweis auf die eigene Familie auch an einem anderen Tag abliefern als am 24., da Feiertage generell ein stressiges Thema sind. Aber bei gewissen  Dingen geht es um mehr, als das Selbstgefühl, geht es um mehr, als dich selbst.

Hochzeiten, Taufen, Geburtstage, persönliche Feiern (Goldene Hochzeit, Maturafeier, usw.), Beerdigungen, freundschaftliche Einladungen solltest du nicht schwänzen, nur um deinen Selbstwert aufzubauen.

Hierbei geht es um Bindungen, Verbindungen zwischen Menschen und Familien, aufrechterhalten der Liebe und Freundschaft oder schlicht die Erneuerung oder Festigung dieser.

Diese Feste markieren auch Wendepunkte im Leben, große Ereignisse und zelebrieren bestimmte Erinnerungen oder Leistungen, die für den Gastgeber von besonderem Wert sind und diesenwill er mit dir teilen.

Nicht nur Emotionen, sondern auch Zeit und Geld

Auch macht sich der Gastgeber besondere Mühen, investiert Zeit und Anstrengung in die Vorbereitungen und natürlich kosten diese auch etwas. Es wird sich also von anderer Seite ganz schön ins Zeug gelegt, um dir eine schöne und angenehme Zeit zu bereiten.

Dann zu sagen, Nein du kommt nicht, weil du keine Lust hast (selbstverständlich gibt es triftige Gründe, und natürlich ist es dann völlig in Ordnung abzusagen), ist nicht nur vom freundschaftlichen Aspekt aus gesehen ein Schlag ins Gesicht, sondern auch vom finanziellen und zeitlichen aus.

Wenn du überhaupt kein Lust hast, kannst du ja kurz vorbeikommen und nach einer Stunde wieder gehen. Vielleicht nimmst du dir was vom Kuchen mit oder einen Haps vom Brunch, aber nimm dir die Zeit und tauche auf.

Das ist der falsche Platz, um dein Ego auszutesten

Dafür gibt es andere Spielfelder. Diese sind oft schwieriger zu erkämpfen, das ist klar. In der Familie tust du dir sicherlich leichter, etwas abzulehnen, als zB im Beruf, aber das ist es nicht wert. Familie und/oder Freunde sind das wichtigste im Leben, niemand kommt ohne sie aus, hüte diesen Schatz so gut es geht.

Beleidige niemanden, durch vorschnelle Reaktionen. Und ja, in so einem Fall ist es völlig in Ordnung, wenn das Gegenüber beleidigt ist. Auch wenn ich immer sage: was andere von mir denken ist deren Problem. In diesem Fall haben sie allen Grund dazu: schließlich hast du demjenigen gerade mit deiner Absage mitgeteilt, dass er dir keine zwei Stunden wert ist.

Das soll jetzt nicht bedeuten, dass du kein eigenes Leben mehr hast und wenn du mal ausnahmsweise eine Feier schwänzt, ist es  nicht so tragisch. Aber wenn du dich konsequent um alle Familientreffen – egal welcher Art – drückst, vermittelst du den Eindruck, es wäre dir nicht wichtig.

Und wenn dir niemand wichtig ist, wem bist du dann wichtig?

Lade deine Energie auf

Mal angenommen du gehst jetzt brav zum 40. Geburtstag deiner Schwägerin und du weißt, es steht dir ein langer Tag bevor, habe ich hier ein paar Tipps für dich, um deine Energien neu aufzuladen:

  • Yoga: mach Yoga oder einige Dehnübungen und konzentriere dich auf einen Atem. So beruhigst du dich und wirst langsam, geschmeidig. Wenn dich Familientreffen stressen, kannst du von dieser Ruhe zehren.
  • Ich rate dir: mach deine Meditation nicht vor dem Treffen, sondern nachher. Meistens ist es doch so: wenn du frisch meditiert hast und noch in dieser seligen, erleuchteten Stimmung bist und kommst dann mit diesem leeren Kopf direkt in einen lauten Raum mit 20 Leuten (und alle schreien durcheinander und lachen und umarmen sich und tröten mit ihren Geburtstagströten und die Musik spiel usw.), dann ist es so, als würde in deinem Kopf im gedankenleeren Raum eine Bombe explodieren. Du wirst komplett überfordert sein, weil es dich wie eine Geräusch- und Gedankenüberschwemmung trifft. Daher mach deine Meditationen besser nachher, um runterzukommen, deinen Geist zu beruhigen und selig in den Schlaf zu gleiten.
  • Wenn es dir zwischendurch zu viel wird, gehe für 5 bis 10 Minuten an die frische Luft und mache 20 tiefe Atemzüge. Lege eine Hand auf dein Herz, eine auf den Bauch und konzentriere dich auf deine Mitte. Mit jedem Einatmen kommt Ruhe in den Geist, mit jedem Ausatmen entweicht der Stress.
  • Hast du ein Problem mit einer bestimmten Person? Dann empfehle ich dir folgende Meditation von Osho „Friede mit diesem Menschen“. Diese Meditation ist sehr kurz. Du kannst sie auf dem Weg zur Feier machen. Während du zB in der U-Bahn sitzt, denke an die Person und wiederhole für ein paar Minuten: „Friede mit diesem Menschen“. Du wirst sehen, du gehst mit ganz anderer Energie in das Treffen und derjenige kann dir nichts anhaben. Hast du generell ein Problem mit Distanz bzw. Nähe, empfehle ich dir, regelmäßig die Metta Meditation zu praktizieren, mehr dazu weiter unten.
  • Beruhige dich mit Düften. Bist du ein Freund der ätherischen Öle, kannst du dich auch mit einem Duft beruhigen. Derzeit nutze ich eine eigene Kreation um ruhiger zu werden: eine Mischung aus je 20 Tropfen von Doterra Copaiba und Doterra Serenity, aufgefüllt mit Kokosöl (auf einen 10ml Rollon). Du kannst aber auch ganz einfach Lavendel oder Weihrauch benutzen. Weihrauch ist sowieso gut, wenn dir etwas zu viel wird und du energetischen Schutz brauchst.
  • Ruhe durch Akupressur: Suche den Akupressurpunkt am Handgelenk, etwa zwei Daumen breit unter der Kante deiner Handfläche und drücke ihn für ca. eine Minute sachte mit dem Daumen der anderen Hand. Atme dabei tief ein und aus. Wiederhole dies solange, bis Stress und Anspannung sich lösen.

Metta-Meditation

Die Metta Meditation kommt aus den buddhistischen Leeren und ist dafür da, deine Herzensgüte zu stärken und dir zu helfen, dich für andere zu öffnen und emphatischer zu werden. Sie hilft dir dabei, wenn du dich zu sehr von anderen Distanzierst und emotional zu sehr abgrenzt. Sie geht wie folgt:

Setze dich bequem hin, atme ruhig und sage – laut oder innerlich – :

Möge ich geborgen sein. 

Möge ich glücklich sein. 

Möge ich gesund sein. 

Möge ich unbeschwert leben. 

Nun denkst du an jemanden, der dir Gutes getan hat oder einfach einen lieben Menschen und wiederholst dabei:

Mögest du geborgen sein. 

Mögest du glücklich sein. 

Mögest du gesund sein. 

Mögest du unbeschwert leben. 

Jetzt denkst du an jemanden, der deine Hilfe benötig oder sich gerade in einer Notlage befindet, oder dem es einfach schlecht geht, und wiederholst:

Mögest du geborgen sein. 

Mögest du glücklich sein. 

Mögest du gesund sein. 

Mögest du unbeschwert leben. 

Nun denke an einen Menschen, mit dem du nicht direkt befreundet bist. Einfach eine Bekanntschaft. Vielleicht die Busfahrerin des Schülerbus deiner Kinder oder die liebe Frau bei der Post und wiederhole:

Mögest du geborgen sein. 

Mögest du glücklich sein. 

Mögest du gesund sein. 

Mögest du unbeschwert leben. 

Denke an eine Person, die du nicht magst. Mit der du haderst, vielleicht streitest oder gegen die (oder sie gegen dich) du einen Groll hegst und wiederhole:

Mögest du geborgen sein. 

Mögest du glücklich sein. 

Mögest du gesund sein. 

Mögest du unbeschwert leben. 

Zum Schluss denkst du an alle Lebewesen auf diesem Planeten und wiederholst:

Mögen alle Lebewesen geborgen sein. 

Mögen alle Lebewesen glücklich sein. 

Mögen alle Lebewesen gesund sein. 

Mögen alle Lebewesen unbeschwert leben. 

Versuche diese Meditation täglich zu praktizieren, wenn du magst kannst du auch zwei Runden durchlaufen, und sie wird dir dabei helfen, mitfühlender zu werden.

Was hältst du davon? Wie geht es dir damit? Wie gehst du damit um?

xo

Angelika

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