Neustart Kurs: Ziele erreichen in 4 Schritten: Die Arbeit

Ohne Fleiß kein Preis

Jetzt geht es so richtig los. Die Durchführung steht an.

Halte dich nicht zu lange mit der Planung auf. Je nach Projekt sind ein paar Tage bis wenige Monate für die Planung in Ordnung. Aber wenn du nach einem halben Jahr immer noch vor dem Schreibtisch hockst und Listen schreibst, hast du definitiv den Absprung verpasst.

Plane gut und ausführlich, aber nicht zu lange. Denn das wichtigste ist immer noch die Arbeit selbst, denn sonst geschieht genau gar nichts.

Wenn du dich an folgende Punkte hältst, kann dich nichts mehr von deinem Erfolg abhalten: 

Halte dich an deinen Plan 

Arbeite den Plan Punkt für Punkt ab und streiche jedes erreichte Etappenziel durch. Das durchstreichen eines Punktes auf deiner Agenda ist schon ein Erfolgserlebnis an sich und befeuert deine Motivation. 

Lass dich niemals vom Plan abbringen und mache keine Ausnahmen. Viele Misserfolge haben mit einer einzigen Ausnahme begonnen. 

Wenn du einen konkreten Plan erarbeitest und dann einmal vom Kurs abkommst, kann es dir sehr schwer fallen, wieder darauf zurück zu kommen. Natürlich kommt es darauf an, welches Thema du gewählt hast. Aber im Großen und Ganzen rate ich dir davon ab Ausnahmen, Cheatdays oder kleine Extras einzubauen. 

Lieber den Plan nicht zu straff erstellen, mit Luft nach oben und genug Zeit zur Regeneration. 

Lass dir auch auf keinen Fall von deinen Freunden etwas anderes einreden. So gut es ist, unterstützende Freunde zu haben, können Sie dich doch recht schnell vom wahren Weg abbringen ("Sei kein Spielverderber!" "Eine Ausnahme ist doch kein Beinbruch." "Aber der Hund hat doch Geburtstag!")

Klar, sie meinen es nur gut, aber im Endeffekt hast du deinen Weg verlassen und riskiert, dein Ziel nicht zu erreichen. Ist es das wirklich wert?

Belohne dich selbst

Hast du ein Etappenziel erreicht, belohne dich selbst. Großzügig.

Für kleinere Schritte eine kleine Belohnung, für große Schritte eine große.

Das Prinzip der Belohnung funktioniert bei allen Lebewesen. Bei Kindern, bei Hunden oder Papageien. Bekommt man etwas für seine erbrachte Leistung zurück, verfestigt sich das gelernte schneller und man ist bereit, die Arbeit für den nächsten Teilschritt auf sich zu nehmen.

Widerstehe der Versuchung, dir die Belohnung auch dann zu geben, wenn du ein Teilziel nicht erreicht hast. Wenn du dir versprichst, einen Tag ans Meer zu fahren, wenn du einen Monat lang jeden Tag Spanisch gelernt hast, dann mach das. 

Aber wenn du nicht jeden Tag gelernt hast, ja sogar nichteinmal einmal die Woche gelernt hast, darfst du unter keinen Umständen trotzdem ans Meer fahren. Auch nicht zum Trost. 

Mit diesem Verhalten fütterst du nur deinen inneren Trotzkopf, der ständig schreit: "Aber ich will!", weil er weiß, er muss nur laut genug sein und früher oder später bekommt er, was er will. 

In diesem einen Fall: sei hart zu dir selbst. Du musst dich schon ein bisschen selbst erziehen. 

Akzeptiere Rückschläge und lass dich nicht entmutigen

Mach weiter. Nach jedem Fall stehe wieder auf.

Auf dem Weg zu deinem Ziel wirst du unweigerlich vor Problemen stehen, mal unmotiviert sein und keine Lust mehr haben. Akzeptiere es einfach. Gönne dir einen Tag Pause. Aber: am nächsten Tag steigst du wieder da ein, wo du aufgehört hast.

Vermeide die "Jetzt ist eh schon alles egal"-Falle

Kennst du dieses Gefühl: du isst eine Rippe Schokolade und möchtest eigentlich aufhören. Doch dann isst du noch eine zweite. Und plötzlich überkommt es dich: "Jetzt ist es eh schon egal" und du futterst die ganze Tafel.

Oder du wolltest nur ein Glas Wein trinken und schon hast du die ganze Flasche verputzt. Oder du wolltest nur eine Stunde bleiben und dann ist es doch weit nach Mitternacht geworden.  

Versuche diesem Gedanken zu widerstehen. Es ist dein innerer Kritiker, dein Schweinehund, der da spricht und dich in eine Falle locken will. 

Immer, wenn du versucht bist zu denken "Ist eh schon egal", führe dir folgenden Vergleiche vor Augen: 

  • Huch, mein Handy ist nass geworden! Ach, jetzt ist es eh schon egal, ich werfe gleich das ganze Ding ins Wasser
  • Oh Nein, ein Kratzer in der Autotüre. Ach, jetzt ist es eh schon egal, dann fahre ich gleich die ganze Karre zu Schrott
  • Verdammt, diese Präsentation war ein Flop. Ach, jetzt ist es eh schon egal, dann kündige ich eben den ganzen Job und ziehe als Eremit ins Gebirge

Merkst du, wie lächerlich dieser Gedanke eigentlich ist? Folge ihm nicht weiter. Und wenn es doch einmal passiert ist: Mache am nächsten Tag da weiter, da wo du aufgehört hast und denke nicht mehr darüber nach. 

Stelle dich Problemen wie sie kommen

Stellt sich dir etwas in den Weg, löse es. Auch wenn es groß und kompliziert aussieht.

Es verhindert zwar momentan deine Sicht auf das eigentliche Ziel, aber das Ziel ist trotzdem immer noch da. Es verschwindet deswegen nicht.

Auch wenn Wolken am Himmel stehen, ist die Sonne trotzdem nicht fort. Du kannst sie nur momentan nicht sehen. Räume diese Schwierigkeit zur Seite und du kannst deinen Traum wieder erblicken. Lass dich nicht entmutigen und vertraue einfach darauf, dass es schon gut gehen wird. 

Trust the Process. Alles wird sich richten. 

Schaffe Prioritäten

Dein Ziel ist ab heute deine oberste Priorität. Zuerst arbeitest du an deinem Ziel, danach kannst du dich anderem zuwenden.

Es kann sein, dass du dafür gewisse Dinge opfern musst oder momentan nicht tun kannst was du magst, aber dein Traum ist diesen Verzicht wert.

Es gibt da ein Sprichwort, dass ich sehr mag und das ich auf Instagram entdeckt habe:

 "Tue jeden Tag etwas, für das dir dein zukünftiges ich dankbar sein wird."

Versuche nach diesen Worten zu leben. Tue jeden Tag etwas, auf das du stolz sein kannst und danach kannst du dich der Muße hingeben, an den Badesee fahren oder ins Kino gehen.

Viele Menschen drücken sich insgeheim vor ihren Zielen, indem sie sagen: "Ich möchte ja eigentlich XX, aber ich habe keine Zeit dafür."

Kein Zeit für etwas zu haben, bedeutet lediglich, dass es einem nicht wichtig genug ist. Es hat keine Priorität. 

Wenn du ebenfalls mit der Zeitlüge daherkommst, dann wandle den Satz ab und sage stattdessen: "Ich möchte ja eigentlich XX tun, aber es hat keine Priorität für mich."

Wie hört sich das jetzt an?

"Ich möchte mich ja gesund ernähren, aber es hat keine Priorität für mich."

"Ich möchte ja eigentlich mit dem Klöppeln anfangen, aber es hat keine Priorität für mich."

Übe diesen Satz und du wirst lernen zu erkenne, was wirklich wichtig ist und wofür du einfach nur eine Ausrede gefunden hast. Denn für unsere Prioritäten finden wir immer Zeit. Wir müssen sie nur erschaffen.

7 Zeitfresser im Alltag, die dich von deinen Zielen fernhalten: 

Diese Zeitfresser verstecken sich nur allzugern in deinem Alltag und haben sich dort recht gemütlich - und vor allem: unauffällig - eingerichtet. Wenn du sie eliminierst, hast du, wie durch Zauberhand, viele freie Zeit für deine Vorhaben zur Verfügung:

  • Fernsehen: wenn du Zeit hast zum Fernsehen, hast du auch Zeit für die Arbeit an deinen Wünschen. Hör auf Fernzusehen. 
  • Social Media: dito
  • zu lange Telefonate oder Treffen mit unseren Freunden: Ein "gutes" Gespräch dauert gut und gerne 30 Minuten und ein Treffen mit Freunden kann sich auf einige Stunden ausdehnen. Ab und zu Ok, aber nicht jeden Tag und nicht immer in diesem Ausmaß. 
  • Angle Double Right
    Zu viel Planung, aber zu wenig wirkliche Arbeit: zu viele verschwenden ihre Zeit mit zu ausführlicher und zu langer Planung und kommen nie wirklich ans Arbeiten. Wenn du täglich 3 Stunden mit passiver Arbeit verbringst (das ist die sogenannte Hintergrundarbeit, Organisation und Planung), hast du klarerweise keine Zeit mehr für aktive Arbeit (das ist die Arbeit, die dich deinem Ziel näher bringt)
  • Angle Double Right
    Schlafen: ein erwachsener Mensch braucht nicht mehr als 7 - 8 Stunden Schlaf. Stehe eine Stunde früher auf und arbeite an deinen Wünschen. 
  • Angle Double Right
    Schlechte Organisation: du musst dir deine Tage sehr gut durchplanen. Menschen ohne ausführlicher ToDo Liste wissen im Prinzip nicht, was sie tun sollen. Sie fangen halt einfach mal an: mit diesem und jenem und dann machen sie vielleicht noch dieses und jenes. Aber die wirklich wichtigen Dinge werden mit dieser Methode nicht erledigt. Ein guter Tipp: erledige das größte, komplizierteste oder ungeliebteste Projekt sofort am Morgen, wenn du mit deinem Arbeitstag beginnst. Wie in der Schule mit den Hausaufgaben ist es doch besser, es gleich zu tun, statt aufzuschieben und dafür den ganzen Tag daran zu denken. 
  • Angle Double Right
    Ständige Erreichbarkeit: wenn du die gute Fee des Hauses bist, auf jeder Helferliste ganz oben stehst und alle Kollegen wie selbstverständlich erst dich fragen, wenn es was zu tun gibt, dann hast du ein Problem. Lerne Nein zu sagen! Du bist Niemandem etwas schuldig und du bist auch nicht für die ganze Welt verantwortlich. Sage Nein, du hast jetzt wichtigeres zu tun. Und lass dich weder von der Schwiegermutter noch von deiner eigenen davon abhalten. 
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