Achtsamkeit, Herz und Verstand
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Rituale am Morgen

Was macht ihr zuerst wenn ihr am Morgen aufwacht? Die Snooze-Taste drücken? Einen Kaffee runterwürgen? Mit den Kindern streiten, sie sollen sich beeilen? Nichts frühstücken?

Meine Morgen sahen auch lange Zeit so aus. Als ich noch Sekretärin in einem kleinen Betrieb in meinem Heimatort war, musste ich täglich um 07:30 Uhr zu arbeiten beginnen. Wie sah also mein Morgen aus?

Ich stand um 7 Uhr auf, teilweise erst um 07:10 Uhr, riss mir schnell irgendwas zum anziehen aus dem Schrank, wusch mir das Gesicht, suchte meine Handtasche und Haustürschlüssel, zog mich an und stürmte aus der Tür.

Ich glaube, ich brauche euch nicht zu sagen, dass ich ziemlich oft zu spät kam. Der Tag begann im äußersten Stress und dieser rote Faden zog sich bis zum Abend durch.

Eine gute Basis

Beginnt man seinen Morgen dagegen mit etwas Achtsamkeit und Ruhe, mit Zeit für sich selbst, hat man schon einen positiven Grundstein gelegt. Der Tag startet mit guter Energie und diese begleitet einen bis zum Abend.

Das ist es auch wert eine oder zwei Stunden früher aufzustehen. Probiert es aus, nach spätestens einer Woche erkennt ihr den Unterschied.

Was brauche ich für einen achtsamen Morgen?

  • Ruhe: dreht nicht sofort das laute Radio an oder noch schlimmer: den Fernseher. Entweder verbringt ihr den Morgen in Stille oder ihr hört etwas erbauliche, ruhige Musik
  • Zeit: plant genug Zeit ein. Denn auch ein Morgenritual kann in Stress ausarten, wenn man sich von Punkt zu Punkt durchhetzt
  • etwas Bewegung für den Geist und den Körper: am Besten geeignet dafür sind Yoga und Meditation. Es reichen schon 15 Minuten gemütliches Yoga um warm und beweglich zu werden und 5 Minuten Meditation, um euren Geist für den Tag zu wappnen. Je mehr Zeit ihr dafür aufbringen könnt, desto besser.
  • Lesen: wenn ihr es einrichten könnt, lest etwas aufbauendes. Keine tagesaktuelle Zeitung. Tageszeitungen bestehen zu 90% aus Negativität. Spart euch das für später auf. Euer Morgen soll ja positiv beginnen.
  • ein gutes Frühstück: am besten etwas warmes und nahrhaftes. Ihr könnt das Frühstück nach allen anderen Punkten zu euch nehmen, dann habt ihr durch die Bewegung schon euren Appetit etwas angeregt.

Denkt in Ruhe darüber nach, wie ihr euren Morgen gestalten könnt, um es für euch passend zu machen. Dazu kann ich euch das Buch „Miracle Morning“ von Hal Elrod empfehlen.

Mein Morgenritual

Ich habe den Nutzen und den Wert eines sinnvollen Morgenrituals  erkannt und liebe die Art, wie es meinen Tag von Grund auf in eine entspanntere Richtung lenkt. Als Starthilfe gebe ich euch mein eigenes Ritual an die Hand, fühlt euch frei, es nach euren Geschmack zu ändern:

  • Ich stehe um 06:00 Uhr auf
  • Ich trinke ein großes Glas lauwarmes Wasser
  • ich höre leise, klassische Musik oder Yoga-Chants
  • ich übe 20 Minuten Yoga, etwas sanftes, dass mich dehnt und meine Wirbelsäule in alle Richtungen bewegt. Zu Beginn, wenn ihr noch keine eigene Lieblingssequenz habt, empfehle ich euch die Miracle 10 von Sharon Gannon (findet man auf Youtube oder zum Beispiel hier). Von Anna Trökes gibt es auch ein tolles Programm (Morgenyoga für Anfänger, auf yogaeasy.de), welches ich immer noch sehr gerne mag.
  • Wenn ich später Sport machen möchte, trinke ich zum Frühstück nur einen Smoothie. Ist es ein No-Sports-Tag gibt es ein großes Frühstück.
  • Dazu lese ich eine Seite aus dem Buch „Der tägliche Stoiker“ von Ryan Holiday.
  • Dann widme ich mich meinem Journal. Ich habe schon öfter geschrieben, dass ich sehr gerne Affirmationen und Mantren verwende. Diese schreibe ich morgens in mein Journal. Ich setze mir Ziele, die ich an diesen Tag erreichen möchte.
  • Setze eine Intention des Tages. Schreibe dir am Morgen auf, wie du dir deinen Tag vorstellst, wie du dich fühlen möchtest. Beispielsweise: Ich bin sehr produktiv und erreiche meine heutigen Tagesziele. Ich sehe die Welt durch das Auge der Liebe.
  • Ich nehme mir 5 Minuten Zeit für mein 5 Minute Journal und beginne mit meiner Dankbarkeitsübung
  • Weiter geht es mit meiner Tagesplanung. Ich notiere mir genau, was ich an diesem Tag zu erledigen habe und strukturiere meine Aufgaben.
  • Nun ab ins Bad zur Pflege und weiter in den Kleiderschrank.

Diese Liste sieht lang aus, aber die Zeit, die ich damit verbringe ist das beste Fundament für einen entspannten Tag. Inzwischen bemerke ich es tatsächlich, wenn ich mein Yoga morgens ausfallen lasse (ich bin viel schneller gestresst und genervt) und stehe völlig neben mir, wenn ich nicht meine Planung für den Tag vornehme.

Wenn ich mit meinem Morgenritual fertig bin, ist es meistens ungefähr 7 Uhr oder später und meine Kinder trudeln ein. Noch ganz verschlafen fordern sie ihr Frühstück. Von hier an ist es ein ganz normaler Morgen, Kindergartentasche packen, Kinder fertig machen, in den Kindergarten bringen, Sport, arbeiten usw.

Fazit

Diese fixe Routine schenkt mir viel Sicherheit, ich weiß was Morgens zu tun ist und muss nicht mehr darüber nachdenken. Der Morgen startet in Frieden und nährt meine Seele, dafür opfere ich gerne eine Stunde Schlaf. Ich weiß den ganzen Tag über, ich habe mir selbst schon viel Gutes getan und habe nicht mehr das Gefühl, zu kurz zu kommen.

Probiert es aus.

Habt ihr bereits ein Morgenritual? Wie sieht es aus? Ich bin gespannt.

xo

Angie

 

 

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