Herz und Verstand
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Serie: Opfer – Retter – Macher – Heilige// Teil 1: Opfer

Opfer - Retter - Macher - Heilige

Herzlich Willkommen zu meiner neuen Serie Opfer – Retter – Macher – Heilige. In dieser Serie versuche ich die häufigsten Menschentypen, die mir so in meinem täglichen Leben begegnen, zu durchleuchten. Heute, im ersten Teil, stelle ich dir das Opfer vor.

Der Vorteil von der Arbeit am eigenen Selbstgefühl ist der, dass man auch feinfühliger anderen Menschen gegenüber wird. Ich habe gelernt, die Personen anders einzuschätzen und habe eine bessere Menschenkenntnis entwickelt.

Dabei habe ich entdeckt, dass eine Vielzahl von ihnen in eine dieser vier Gruppen passt: Die Opfer, die Retter, die Macher und die Heiligen.

Es gibt so viele verschiedene Menschen, es wäre unmöglich sie alle zu beschreiben. Aber über diese vier weiß ich inzwischen sehr gut Bescheid. Vielleicht kann ich dir ja mit meiner Serie einige Tipps geben, wie du mit diesen Personen umgehen kannst.

Heute stelle ich euch das Opfer vor:

Das Opfer hat es (vermeintlich) nicht leicht im Leben. Von klein auf wurde es benachteiligt, bekam nie die gleichen Chancen wie die anderen. Der beste Freund des Opfers ist übrigens der Retter, siehe dazu mehr im zweiten Teil der Serie am nächsten Dienstag.

Was ist ein Opfer?

  • Sie sehen sich gerne in der Rolle des Opfers, schließlich bringt es enorm viel Aufmerksamkeit mit sich.
  • Das Opfer hat es (vermeintlich) nicht leicht im Leben. Von klein auf wurde es benachteiligt, bekam nie die gleichen Chancen wie die anderen. Auch heute noch wird es nur ausgenutzt, zahlt immer drauf, kann nichts, hat nichts erreicht, wird immer unterbuttert.
  • Sie sind durch ihren negativen Berichte stets der Mittelpunkt bei Treffen oder Versammlungen, da man mit Leid mehr Zuhörer findet als mit Glück.
  • Sie sind gerne beleidigt und warten auf Abbitte.
  • Sie jammern viel und gerne.
  • Sie fragen zwar ständig nach Rat, nehmen ihn aber nicht an. Worüber sollten sie denn sonst jammern?
  • Sie ändern nichts an ihrem Leben. Sie beklagen sich zwar über die Umstände, sind aber nicht gewillt diese zu ändern. Es würde ja sonst ziemlich viel Aufmerksamkeit wegfallen.
  • Sie wollen sich selbst nicht ändern. Statt das Glas halb voll zu sehen, wollen sie es partout immer halb leer haben. An seiner Persönlichkeit arbeiten? Ist doch Esogequatsche. Seine Einstellung zum Leben ändern? Bah, Humbug.
  • Sie sind nicht in der Lage, ihr Leben alleine zu bewerkstelligen. Sie brauchen ständig Hilfe, auch bei den kleinsten Kleinigkeiten des Lebens.
  • Sie arbeiten mit der Methode des schlechten Gewissens. Opfer sind sehr geübt darin von anderen Menschen das zu bekommen was sie wollen, indem sie ihnen ein schlechtes Gewissen bereiten. „Was, du kannst nicht kommen? Ach, dann muss ich halt alleine, mit meinem schlechten Kreuz und dem kaputten Knie, die Weihnachtsdeko aufhängen. Hoffentlich falle ich nicht runter.“
  • Es sind immer die anderen Schuld an ihrem Elend. Die Eltern, weil sie arm waren und keine teure Ausbildung finanzieren konnten oder nicht in der Lage waren, die Kinder ausreichend zu fördern. Der Partner, weil sie ihr Leben für die Partnerschaft geopfert und die eigenen Träume hintangestellt haben. Die Kollegen, weil sie ständig bessere Aufgaben oder Beförderungen bekommen. Die Kinder, weil man in der Zeit der Kindererziehung auf einige Chancen verzichtet hat. Diese Liste lässt sich unendlich weiterführen
  • Sie fühlen sich ständig benachteiligt. Neid ist ein großes Thema bei den Opfern. Anderen könnten durch irgendwelche günstigen Umstände, die dem Opfer selber verborgen bleiben, mehr bekommen. Kritisch wird beäugt, wer was besitzt, unternimmt, kauft oder isst.
  • Sie können einem nichts vergönnen.
  • Viele Opfer werden auch gerne gehässig, lästern was das Zeug hält und werden so richtig gemein. Es wird kein gutes Haar gelassen am „Feind“.
  • Sie übertreiben gerne.

Wie man mit einem Opfer umgeht

  • Nimm ihnen den Wind aus den Segeln. Erinnere sie beständig daran, was sie selber bereits erreicht haben, stärke ihr Selbstbewusstsein.
  • Schenke ihrem Gejammer oder Geläster keine Aufmerksamkeit. Wenn nötig, sprich es auch direkt an: „Ich will, dass du damit aufhörst. Ich möchte nicht mit dir über andere herziehen.“
  • Lass dir kein schlechtes Gewissen einreden. Durchschaue die Taktik des Opfers und wappne dich vorher dagegen. Du weißt ja, was dich erwartet.
  • Rechne mit Widerspruch. Egal welche Lösungen du anbietest, es gibt für alle einen Grund, warum sie nicht machbar sind.
  • Sag es offen, wenn dich etwas stört.  Falsche Rücksichtnahme fördert das Opferverhalten nur noch mehr. Wenn sie wissen, dass sie ihr Spiel mit dir nicht treiben können, werden sie irgendwann aufgeben oder wenigstens ein wenig abschwächen und ihre Bemühungen auf empfänglichere Typen richten.
  • Lass dich nicht manipulieren. Bleib realistisch. Du bist in der Lage die Situation richtig einzuschätzen. Ist sie wirklich so schlimm, wie es das Opfer darstellt? Dann hat es vollstes Mitgefühl verdient (Mitgefühl, nicht Mitleid). Ist das Problem wirklich so groß, hilf, wo du nur helfen kannst. Ist es aber nur zum Teil wahr und der Rest maßlos übertrieben? Dann sag es dem Opfer. Mach nicht mit bei diesem Spiel.
  • Sei positiv. Erhalte dir deine positive Grundeinstellung. Vielleicht kannst du das Opfer ein wenig aufmuntern? Oder ihm einfach ein gutes Beispiel sein. Viele Menschen wissen nicht, wie sie sich verändern sollen und brauchen gute Vorbilder um sich zu orientieren. Aber:
  • Rechne damit, dass du das Opfer nicht von Grund auf verändern kannst. Es fühlt sich wohl in seiner Rolle, genießt die Aufmerksamkeit und die Hilfe von außen. Andere kümmern sich um die eigenen Probleme. Was will man mehr?

Bist du selbst ein Opfer?

  • Sofern dir nicht wirkliches Unrecht oder Unglück widerfahren ist (denn ich gehe davon aus, dass du dich in diesem Fall sicher um fachgerechte, professionelle Hilfe bemüht hast), ist es nicht so schlimm.
  • Werde aufmerksam auf alles, was du bereits in deinem Leben erreicht hast.
  • Lerne die Kunst der Achtsamkeit. Durch sie werden sogar alltägliche Dinge wie Tee trinken zu etwas besonderem. So kannst du einem Alltag mehr Glanz verschaffen.
  • Übe dich in Dankbarkeit. Praktiziere täglich eine Dankbarkeitsübung, lies dazu diesen Artikel: Dankbarkeit
  • Unternimm alles, um dein Selbstgefühl zu heben. Du bist ein liebenswerter Mensch. Du wirst geliebt um deiner Selbst willen. Du musst nicht die ganze Welt schwarz malen um Aufmerksamkeit zu bekommen.
  • Kämpfe für deine Rechte, aber lerne auch, anderen etwas zu gönnen. Man kann nicht immer an erster Stelle sein. Wenn es dann wieder so weit ist, genieße es.
  • Sei nicht neidisch und höre auf zu lästern. Lästern und Jammern sind zwei der größten Energieräuber die es überhaupt gibt. Fokussiere dich lieber auf Dinge, die für dich positiv sind, auf deine Ziele oder Projekte die du beginnen möchtest.
  • Beginne mit Kraftsport. Kraftsport stärkt nicht nur deine Muskeln, sondern auch dein Selbstbewusstsein und deinen Mut. Du wirst erkennen, zu was du alles in der Lage bist, wenn du es nur willst.
  • Mach dich nicht selber klein. Du kannst alles schaffen, was du dir vornimmst. Der einzige der dich daran hindert, bist du selbst.
  • Arbeite mit Affirmationen oder Visualisierungen. Sie werden dir helfen, deine innere Kraft zu stärken.

 

Nächste Woche geht es weiter mit dem Retter. Ich freue mich, wenn du dann wieder vorbeischaust.

xo

Angelika

 

 

 

 

 

 

 

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