Stopp Bodyshaming!

By Angelika Stranger | Inspiration/Tipps

Jun 18
Stopp Bodyshaming

Wie wir schon von Kindesbeinen an gelernt haben ist nicht jeder Mensch gleich. Es gibt große, kleine, dicke, dünne, helle, dunkle, lockige, glatthaarige, junge, alte, kluge und dumme Menschen. Als Kind fällt es den meisten noch leicht, diese Verschiedenheiten zu akzeptieren.

Aber mit zunehemdem Alter und unter starkem Druck der Allgemeinheit, Gesellschaft und Medien ändert sich die Einstellung zu diesem Thema. Tatsächlich ist es heute gang und gäbe Menschen aufgrund ihres Äußeren zu diskriminieren. Vor allem etwas fülligere bis dicke bekommen da ihr sprichwörtliches Fett weg.

Dieses Abwerten der Person aufgrund deren Figur nennt man “Bodyshaming“. Und das ist kein Spaß, das kann ich euch sagen. Es trifft dabei auch nicht immer nur die Dicken, sondern auch die besonders dünnen oder großen, behinderte oder sonstwie körperlich eingeschränkte Menschen oder Personen mit auffälligen äußerlichen Merkmalen.

Sie werden sozial und beruflich benachteiligt. Zahllose Vorurteile hängen in den Köpfen der Menschen fest. Dicke sind Faul und dumm, haben keinen Ehrgeiz, sind gemütlich und lustig.

Dicke sind dauernd krank, zu bequem für Sport und leiden an unzähligen chronischen Krankheiten. Sie sind Drückeberger, tumb und ungelenk.

Aber hier kommts: Dick bedeutet nicht automatisch krank und Dünn nicht automatisch gesund. Die Figur gibt keinerlei Aufschluss über die persönlichen Eigenschaften oder die berufliche Einstellung einer Person.

Die Figur ist keine Charaktereigenschaft. 

Es gibt viele sportliche, gesunde aber dicke Menschen. Genausoviele Schlanke leiden an Krankheiten und treiben gar einen Sport. Es ist ein Vorurteil, dass nur wer schlank ist, auch gesund sein kann.

Genauso gibt es dünne wie dicke Versager, Idioten oder Faulpelze. Oder Andersrum: es gibt dicke und dünne Reiche, erfolgreiche und intelligente Menschen. Es gibt auch dicke Sportler und dünne Couchpotatoes.

Immer im negativen Fokus Öffentlichkeit

Dicke stehen immer (meistens ungewollt) im Fokus. Sie werden automatisch mehr beäugt. Von allen Seiten. Gehen sie einkaufen, spähen die Leute in den Einkaufswagen und fällen ihr Urteil. Genauso beim Sport, beim ausruhen, beim Kochen, bei allem.

Es ist nicht super, ständig von oben bis unten gemustert und bewertet zu werden bzw.  pausenlos spitze Kommentare – ungefragt – an den Kopf zu bekommen.

Statt zu motivieren werden sie runtergemacht. Dieses Bodyshaming geht sogar so weit, dass die Betroffenen Angst vor der Öffentlichkeit oder vor Aktivitäten wie Sport entwickeln, weil sie zum Beispiel “zu Fett dafür sind” und “eh nur blöd angeschaut werden”. Das ist nicht der Sinn der Sache.

Mir ging es viele Jahre so

Ich wollte lange nicht einmal Yoga praktizieren, erst “wenn ich abgenommen habe”. Ich wollte nicht ins Fitnesscenter, weil “da sind alle so dünn und sportlich, die lachen mich aus”. Und das waren nur die Kommentare in meinem eigenen Kopf. Von denen der Außenwelt, will ich gar nicht erst anfangen.

Ich weiß also, wovon ich rede. Zum Glück konnte ich meinen Schalter im Kopf umlegen und begann trotz Übergewicht mit Sport. Ich bin immer noch dick, aber ich bin eine sportliche Dicke von bester Gesundheit, da ich sehr auf meine gesunde Ernährung achte.

Leidest du auch unter diesem Problem möchte ich dich heute dazu motivieren dein Leben zu ändern. Und zwar so wie du es willst. Beginne heute und ignoriere all die Vollidioten. Sie haben keine Ahnung von deinem Leben. Aber du!

Du bist dick und es ist OK! Genauso wie es in Ordnung ist, wenn du helle oder dunkle Haut hast, Blond oder Rothaarig bist oder Christ oder Muslime. Tue jetzt was gut für dich ist. Integriere Yoga und Meditation in deinen Tagesablauf. Beginne mit Sport, egal welchen, einfach den, den du am liebsten magst.

Finde den Ernährungsstil der zu dir passt und schaue nicht auf die Waage. Musst du der Gesundheit wegen abnehmen, tue es für dich. Musst du es nicht, dann lass es sein.

Ich möchte dir dazu gerne drei meiner liebsten Vorbilder vorstellen:

  1. Die erste ist Taryn Brumfitt. Die Gründerin des Body Image Movement. Ich habe dazu schon einige Artikel veröffentlicht, zB hier und hier. Ein Idol in Sachen Selbstliebe, Selbstakzeptanz und Selbstwert.
  2. Jessamyn Stanley. Meine Yoga Ikone. Ihr Instagramaccount hat mich motiviert, auch mit Yoga zu beginnen. Sie straft alle Lügen, die behaupten, man wäre zu dick für Yoga.
  3. Nummer drei ist Dana Falsetti. Sie hat ebenfalls einen einen wunderbaren und inspirierenden Account auf Instagram den ich dir sehr ans Herz legen möchte.

Dies sind ein paar meiner Vorbilder die mich immer daran erinnern, das ich nicht nur mein Äußeres bin. Ich bin mehr:

Ich bin die Summe meiner Eigenschaften, Leistungen, Vorlieben und Abneigungen, Werte und Prioritäten, Erfolgen und Misserfolgen, Menschen, Lieben, Gedanken, Taten und Worten, meine Stimme, Gestik und Mimik und – als letzte und nicht ausschlaggebende Faktoren – meine Figur, mein Aussehen, meine Haarfarbe und Augenfarbe.

Das alles bin ich. Nicht nur mein Gewicht. Genauso bist du es. Du bist so viel mehr, als deine Kilos auf der Waage. Menschen die nicht in der Lage sind das zu verstehen, sind es nicht Wert, auch nur eine Sekunde, einen Gedanken auf sie zu verschwenden.

Lass ihre Schlechtigkeit dort, wo sie hingehört: beim Absender. Lass sie dein Herz nicht vergiften, sondern lade die Liebe zu dir selbst dorthinein ein.

#bodyimagemovement #bodypositive #bodypositivemovement

xo

Angelika

 

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