Warum der erste Eindruck zählt

By Angelika Stranger | Finanzen/Karriere

Jan 05
Selbstgefühl und Selbstakzeptanz

Vor längerer Zeit, zu Beginn meiner Persönlichkeitsentwicklung, war ich übergewichtig. Ich bin es noch immer, habe aber schon einiges abgenommen und meine Reise ist ja noch lange nicht zu Ende.

Zum Schluss, bevor ich mich endlich zu einer Änderung durchringen konnte, war ich äußerst unzufrieden. Ich habe mich so gut wie gar nicht mehr gepflegt.

Nur mehr das Notwendigste: waschen, kämmen, Zähne putzen. Aber kein Nagellack, keine Bodylotion oder Creme, kein Haargel oder sonstiges.

Ist doch alles viel zu schade für mich

Mein Fehler war mein Mindset! Ständig war ich in den Gedanken gefangen, ich wäre nichts wert. Ergo hätte ich auch “nichts Gutes” verdient. Schließlich war ich dick. Erkennst du den Gedankengang?

Dünn = Wertvoll

Dick = nichts Wert

Fatal! Dieses Gedankengerüst war sehr tief in mir verankert und erstreckte sich auf alle Aspekte meines Lebens. Speziell bei allem körperlichen war es besonders tief verwurzelt.

  • Ich war der Meinung, eine gute Bodylotion wäre zu schade, da ich so viel verbrauche bei meiner großen Fläche, die zu pflegen wäre. Also besser keine.
  • Ich war der Meinung, ich brauche keine schöne Uhr, da sie nur die Aufmerksamkeit auf meine fetten Handgelenke lenkt.
  • Ich war der Meinung, ich brauche kein Makeup, da es nur meine dicken Backen hervorhebt.
  • Und so ging es weiter. Kein Nagellack, da fette Finger. Keine schicke Frisur, da fetter Kopf.

Ich wollte am liebsten unsichtbar sein, unbemerkt, unerkannt. Dementsprechend wählte ich auch meine Kleidung aus. Sackartig, flatternd, nur ja nicht figurbetont und auf keinen Fall bunt.

So schlich ich durchs Leben und hoffte, ja von niemandem entdeckt zu werden. Denn es könnte ja böse Kommentare kommen.

Ein falsches Selbstbild

Das wichtigste aber habe ich übersehen: ich vermittelte ein fatales, äußerst schlechtes Bild an mich selbst, aber vor allem: an mein Umfeld.

  • Wenn ich es mir selbst nicht wert bin, auf mich acht zu geben, wie sollte ich es dann anderen wert sein?
  • Wenn ich mit mir selbst schlecht umgehe, tun es andere auch.
  • Wenn ich Witze über mich mache, tun es andere.
  • Wenn ich schlecht über mich spreche, folgen andere meinem Beispiel.

Und das alles, mit meiner Erlaubnis.

Ich bin es Wert

Als ich endlich zu dieser Einsicht gelangte, war ich ziemlich traurig. Vor allem aber war ich zornig auf mich, dass ich es so weit hatte kommen lassen. Dass ich mich selbst so im Stich gelassen habe.

Also ging ich einkaufen und kaufte mir die beste Creme, die ich schon immer haben wollte. Ich kaufte mir wieder Makeup und einen roten Nagellack. Ich schnitt mir die Haare zu einem modernen Kurzhaarschnitt und kaufte mir neue Kleider.

Ich hatte eingesehen: ja, ich bin dick. Und ich werde noch eine längere Zeit – oder für immer – dick sein. Und egal welche Kleidung ich trage oder wie ich mich herausputze (oder nicht), es macht mich nicht schlanker.

  • Aber ich habe, obwohl ich dick bin, auch das recht hübsch zu sein und das Beste aus mir zu machen.
  • Und mir und meinem Körper Gutes zu tun.
  • Meine Seele mit Wellness zu streicheln.
  • Die Kleidung zu tragen die mir gefällt.
  • Anerkennung für meine Leistungen verdient.
  • Achtung und Respekt von anderen verdient.
  • Liebe von mir selbst verdient.

Das ist wirkliche Selbstliebe. Das war der erste Schritt zu meinem Selbstgefühl.

Ich bin es wert von mir selber und anderen geliebt zu werden

Ich bin es wert meinem Körper nur das Beste zu geben, sei es Nahrung, Pflege, Kleidung, Sport, Bildung, Kultur, Arbeit und so weiter.

Aber verzichte auf keinen Fall auf das schöne Gefühl, deinen Körper und deinen Geist zu pflegen. Körperpflege ist Seelenpflege. 

Nimm dir alles was du brauchst. Gönn dir alles, was du willst.

Du vermittelst eine Botschaft

Du musst dir vor allem bewusst werden, dass du mit jeder Handlung, jeder Tat, ein Bild von dir nach außen vermittelst.

Die Menschen die dich treffen, wissen nicht, das du im inneren der coolste, witzigste, intelligenteste Mensch bist. Sie sehen nur dein Äußeres. Das ist nun mal der erste Eindruck. Leider kann man die Seele eines Menschen erst auf den zweiten Blick erkennen.

Innerhalb einer Zehntelsekunde entscheiden andere, wie sie dich wahrnehmen. Ist diese Chance vergeigt, wird es schwieriger für dich, denjenigen vom Gegenteil zu überzeugen. Für einen zweiten Eindruck muss er dich erst besser kennenlernen.

Aber nach einem schlechten ersten Eindruck, kommt es häufig nicht mehr dazu.

Kommst du also verlottert und unsicher daher, werden die die Menschen auch so war nehmen. Und so behandeln.

Wirst du so behandelt, wirst du dich reflexartig noch mehr zurückziehen.

Du siehst also, es ist eine Spirale nach unten.

Tritt ans Licht.

Dein Äußeres muss so wundervoll wie dein Inneres sein.

Eine Bekannte von mir trägt immer Blusen und schönen Schmuck. Sogar zum Skifahren. Du kannst dir denken, welchen Eindruck sie damit vermittelt. Sie schafft es sogar in einer Skihütte, sich Respekt zu erhaschen. Mit klobigen Skischuhen, Skihose und einem Germknödel vor sich.

Du siehst also, wie du mit deinem Äußeren Meinungen beeinflussen kannst.

Dabei kann das für jeden etwas anderes sein. Nicht alle mögen Lippenstift. Oder Nagellack. Nicht jeder steht auf Kleider oder Blusen, sondern trägt lieber Jeans.

Dass muss auch nicht sein. Du weißt schon selbst, was du dir wünschst, was dir steht.

Hauptsache es ist sauber, gepflegt, passend.  So vermittelst du einen starken Eindruck. So prägst du den ersten Eindruck von dir positiv.

Ein Tipp

Ich habe eine kleine Routine, die ich jeden Morgen ausübe. Und zwar führe ich ein Journal (oder Tagebuch, wie auch immer). Nebst anderen Punkten schreibe ich darin jeden Tag 10 wunderbare Dinge über mich selbst auf.

Diese Dinge dürfen ruhig sehr hochtrabend sein. Sie sind dazu da, dich zu motivieren.

Schreib gerne: ich bin die beste Autorin der Welt, ich bin das erfolgreichste Mitglied meiner Firma, ich bin erfolgreich, ich bin reich, ich bin die bekannteste Person meiner Stadt, usw.

Diese kleine Übung bringt deinen Geist in Schwung und fällt dir jeden Tag leichter. Sie lenkt deinen Fokus darauf, was du alles kannst, weißt, schaffst, erreicht hast, verdient hast, usw..

Sie übt deinen Geist darin, positiv über dich selbst zu denken.

Fazit

Der Punkt ist: so wie du dich siehst und präsentierst,  nimmt dich auch die Welt wahr. Die super Nachricht dabei: Du hast es selbst in der Hand. Du selbst kannst es steuern. Du bist der Meister deines ersten Eindruckes.

Die Arbeit an deinem Selbstgefühl lohnt sich. Beginne also mit obigen Schritten. Es verändert einfach alles.

Ich würde mich sehr über einen Kommentar von dir freuen. Vielleicht lässt du mich an deiner Geschichte teilhaben?

xo

Angelika

#bodypositive #bodyimagemovement #selbstgefühl

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