Warum ich kein Yoga kann

By Angelika Stranger | Selfcare/Wellness

Apr 15

Ich bin ein Loser. Im Yoga jedenfalls. Und es ist mir völlig egal. In diesem Artikel geht es darum, warum es dir auch egal sein sollte.

Zu viel Druck für Anfänger?

Ich habe jetzt schon so oft den Satz gehört oder gelesen: „Ich kann kein Yoga. Ich bin nicht so flexibel, zu unsportlich, zu wenig biegsam, zu dick, usw.“

Es scheint, als ob all die schönen Bilder und Fotos der wunderbaren Yogis und Yoginis in ihren faszinierenden Posen die Yoga-Normal-Verbraucher abschrecken würden. Sie erwecken den Anschein, als würde Yoga nur aus diesen besonderen Übungen bestehen.

Wenn es also nur darum gehen würde, ob man die Fortgeschrittenen Posen beherrscht, dann kann ich auch kein Yoga.

Fühlst du dich überfordert?

Ich denke, Yoga Anfänger fühlen sich überfordert wenn sie die Bilder all derer sehen, die zum Beispiel den Handstand oder den Pfau beherrschen, weil sie denken, sie selbst müssten das auch können bzw. diese Übungen wären das Ziel. Leider werden diese Bilder immer öfter mit Yoga assoziiert, da sie überall zu sehen sind. Auf Instagram, Büchern, Zeitschriften, Yogastudios usw.

Klar geben sie ein tolles Foto ab und sind aufsehen erregende Werbung. Aber ist es die richtige Motivation für einen Beginner? Ich habe jedenfalls noch nie Savasana in einer Yogawerbung gesehen, den Fersensitz oder die Kindhaltung.

Ich bin ein Yoga Loser

Es ist an der Zeit einmal die Lanze zu brechen für den „einfachen“ Yoga. Ich kann keinen Pfau, keinen Handstand, keine Krähe. Ich erreiche mit Müh und Not meinen großen Zeh und habe bis jetzt noch kein Rad zustande gebracht. Ich habe im Moment auch nicht das Bedürfnis mich in diese Positionen zu schwingen.

Und es ist völlig egal. Wichtig ist, was mir Yoga gibt. Die Entspannung, den freien Geist, die Wärme in meinen Muskeln, das wunderbare Gefühl danach, die Ruhe in meinem Atem und den Frieden in meinen Gedanken. Darum geht es.

Als ich mit Yoga angefangen habe, konnte ich nicht mal meinen großen Zeh erreichen und mein Rad ist schon 5cm höher, bevor ich zusammenbreche, als es zu Beginn meiner Praxis war.

Die Fortschritte kommen von ganz alleine. Bei manchen schneller, bei manchen langsamer. Es ist auch nicht jeder Yogastil für jeden geeignet. Manche wollen es lieber ruhiger angehen, dann ist vielleicht eine Yin Yoga Stunde besser geeignet als eine Power Yoga Stunde. Manchen ist Yin Yoga zu fade, die brauchen dann einfach mehr Action.

Lass dich nicht beeinflussen von diesen schönen Bildern

Sie sind toll anzusehen und eine Inspiration, das ist klar. Ich sehe sie mir auch tatsächlich gerne an und genieße sie einfach. Aber sie sind keine Verpflichtung. Du musst diese Übungen nicht können. Es ist kein Wettbewerb, wer sich besser verbiegen kann.

Wenn du es wirklich willst, wirst du es eines Tages lernen. Durch Fleiß und den Willen, an dir und mit dir zu arbeiten. Aber es geht die Welt nicht unter, wenn du die schwierigeren Asanas nicht beherrschst und lieber bei den „einfachen“ bleibst. Oder wenn es länger als bei der Yoga-Nachbarin dauert, bis du sie draufhast.

Kannst du auch kein Yoga?

Dann ist es auch egal. Fang einfach an, da wo du bist. Yoga bietet auch dir seine wunderbaren Eigenschaften, sie sind nicht reserviert für die Fortgeschrittenen.

Und wenn du immer auf der Anfängerstufe bleibst ist es auch egal. Führe deine Übungen mit Leidenschaft durch, lass dich nicht unter Druck setzen oder hetzen, schwierigeres zu lernen, wenn du es nicht wirklich willst.

Alles ist Okay, solange es dir und deiner Seele damit gut geht.

xo

Angelika

 

 

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  • Sandra Matteotti sagt:

    Ich kann auch kein Yoga. Handstand ist wohl erst im nächsten Leben möglich 🙂 Aber weisst du was? Egal. Ich mach weiter. Und wer weiss… vielleicht wird es auch dieses Leben noch was. Ansonsten hatte ich einfach Spass beim Üben.

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